16.
05.
2007
Nati Frauen A | Autor: Voneschen Reto

Vierter Schweizer Sieg in Folge

Mehr Mühe als erwartet hatte die Schweizer Damennati im vierten WM-Gruppenspiel. Gegen Norwegen gewannen sie zwar schliesslich 7:3, zu Beginn des Schlussdrittels lag eine Überraschung aber noch in der Luft.
Vierter Schweizer Sieg in Folge

In zwei Sachen glichen sich alle drei bisherigen Partien der Schweizer Frauen-Nati: Einerseits wurden stets die Linien umgestellt, anderseits verschliefen die Schweizerinnen jeweils die Startviertelstunde. Die Formationen mischelten Felix Coray und Mark van Rooden auch heute. Erstmals an dieser WM spielten Mirca Anderegg und Petra Kundert wieder zusammen. Zusammen mit Daniela Morf zogen sie zu Beginn ein Powerplay bei Gleichstand auf – von verhaltenem Start war nichts mehr zu sehen. Die Norwegerinnen kamen selten einmal über die Mittellinie, so stands nach Toren von Simone Berner, Anderegg und Kundert schon früh 3:0 für die Schweiz. Dank Torhüterin Malin Dahler lagen die Skandinavierinnen bis zur ersten Pause nicht noch höher im Rückstand.

Nachlassen im Mitteldrittel

Engronningen
Bis zur 34. Minute und dem 4:0 von Andrea Benz dauerte die Schweizer Herrlichkeit. Trotz dem hohen Rückstand gab Norwegen nicht auf, während das Schweizer Spiel immer mehr an Tempo und Präzision abnahm. Dem Spiel an und für sich tat dies gut – den Schweizer Trainern dürfte der Konzentrationsabfall ihrer Spielerinnen gar nicht gefallen haben. Bestraft wurde dieser umgehend: Erst Ingvild Översveen von Meister Dietlikon in Überzahl (37.), danach kurz vor Ablauf der Pause Lisbeth Pettersson nach einem langen Lauf zum 2:4. Etwas unglücklich für Goalie Andreia Koller kullerte der Ball über deren Bein über die Linie.

Mätzener eiskalt

Brenzlig wurde es im Schlussdrittel. Nach Johanna Engrynningens 3:4 Anschlusstreffer lag eine Überraschung plötzlich in der Luft. Nerven wie Drahtseile bewies in dieser Situation Martina Mätzener. Mit einem souverän verwandelten Penaltytreffer beruhigte sie ihre Teamkolleginnen in der 47. Minute. Nach Benz‘ Überzahltor drei Minuten später war das Spiel endgültig wieder in Schweizer Hand. Kunderts 7:3 (55.) bedeutete denn auch den Schlusstand. Mit dem Punktemaximum und einem Torverhältnis von 49:8 schliessen die Schweizerinnen die Vorrunde so erfolgreich wie nie ab – beginnen wird die „richtige“ WM aber erst am Freitag mit dem Halbfinal gegen Finnland oder Schweden.


Norwegen – Schweiz 3:7 (0:3, 2:1, 1:3)
Arena-Nord, Frederikshavn (DEN) – 120 Zuschauer
SR: Lundin / Sandén (SWE)
Tore: 3. Berner (Jud) 0:1, 6. Anderegg (Kundert) 0:2, 11. Kundert (Breitenstein) 0:3, 34, Benz (Rittmeyer) 0:4, 37. Översveen (Ausschluss Kundert) 1:4, 40. (39.35) Pettersen 2:4, 43. Engrynningen 3:4, 47. Mätzener (Penalty) 3:5, 50. Benz (Anderegg/Ausschluss Sezgin) 3:6, 55. Kundert (Anderegg) 3:7
Strafen: Norwegen 3x2‘, Schweiz 1x2‘
Schweiz: Koller; Jud (ab 55. Bürgi), Berner; Hofstetter, Breitenstein; Mätzener, Benz (ab 40. Schäfer), Rittmeyer (ab 34. Stadelmann); Anderegg, Morf, Kundert
Norwegen: Dahler; Sezgin, Bendixen; Jensen, Einstulen; Lindahn, Hagestande; Amundsen, Nygard, Andersen; Ländsgard, Översveen, Engrynningen; Pettersen, Sigstad, Hermansen
Bemerkungen: Schweiz ohne Tomatis, Stettler, Flückiger, Wüst, Rüegg, Kathriner (alle Ersatz); 55. Time-out Norwegen
Best Players: Dahler / Hofstetter

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