09.
2011
Zwei Siege, eine Niederlage
Bereits um 10 Uhr morgens wurde die Partie zwischen Deutschland und der Schweiz angepfiffen. Nach zehn Spielminuten hätte sie aber auch fast schon wieder abgepfiffen werden können. 3:0 führten die Schweizerinnen bereits. Mit dem Tempo und dem schnellen Passspiel überforderten die Schweizer Spielerinnen ihre Gegnerinnen immer wieder. Nach dem ersten Drittel liessen die Schweizerinnen aber etwas nach und kassierten prompt bei Spielhälfte die ersten Gegentreffer. Bis Ende Drittel führten sie aber trotzdem immer noch 6:2. Im Schlussdrittel vollendete Corin Rüttimann ihren Hattrick, während Mirca Anderegg mit fünf Punkten (2 Tore/2 Assists) beste Punktesammlerin der Partie war. Damit hat die Churerin die Rekordmarke von 100 Punkten im Natidress erreicht - als erste Schweizer Spielerin überhaupt.
Starke Reaktion
Zu einer echten Standort-Bestimmung kam es im zweiten Spiel des Tages gegen Finnland. Diesmal lief es genau umgekehrt, als in der ersten Partie. Nach 17 Minuten, in welchen die Finninnen mit einem aufsässigen Forechecking die Schweizer Abwehr unter Druck setzte, stand es bereits 3:0 für Finnland. Mit einem Doppelschlag durch Julia Suter und Priska von Rickenbach verkürzten die Schweizerinnen aber noch vor der Pause auf 2:3. Im zweiten Abschnitt steigerte sich die Schweizer Equipe merklich, trotzdem musste in der 34. Minute der vierte Gegentreffer hingenommen werden. Silvana Nötzli beantwortete dies mit dem 3:4 umgehend (36.). Der Schlussabschnitt gehörte dann der Mannschaft von Felix Coray und Marco Moser. Erst glich Daniela Stettler aus (50.), nur zwei Minuten später erzielte Suter die erstmalige Schweizer Führung. Den Sieg stellte dann ausgerechnet „Küken" Nina Bärtschi sicher. Nach einem sensationellen Sprint übers halbe Feld traf sie kurz vor Schluss ins leere Tor zum 6:4-Schlussstand. Es war ihr erster Treffer in der A-Nati überhaupt.
Chancenlos gegen den Weltmeister
Weniger gut erging es der Männer-Nationalmannschaft in Finnland. Mit 3:9 verloren die Schweizer gegen den Weltmeister in Seinäjoki. 3:0 führten die klar dominierenden Finnen bereits nach dem ersten Drittel. Zwar gelang Michael Zürcher in der 23. Minute der 1:3-Anschlusstreffer, doch die Finnen liessen nicht locker und erhöhten auf 6:1. Erst im Schlussabschnitt konnten die Schweizer besser Paroli bieten. Erstaunlicherweise dann, als Nationaltrainer Petteri Nykky seine Linien wild durcheinander wirbelte. Nico Berlinger (54.) - mit seinem ersten Nati-Treffer - und Linard Parli (58.) hiessen die Schweizer Torschützen. „Wir haben viel gelernt in diesem Spiel", analysierte Nati-Trainer Nykky nüchtern. Es war sein erstes Spiel mit der Schweiz in seinem Heimatland Finnland. Heute um 17.30 Uhr (MEZ) können die Schweizer zeigen, was sie in der ersten Partie gelernt haben.
Sandkastenspiele in Polen
Und noch einer aus der Kategorie „Splitter": Für Amusement sorgte der Schweizer Busfahrer in Babimost. Kunstvoll vergrub er den Schweizer Teamcar im Sand vor der Halle. Aus eigener Kraft konnte er sich nicht mehr aus dem Sandloch befreien. Spezialfahrzeuge mussten herbei geschafft werden. „Die neu entstandene Buddel-Sandkiste dient nun den Kindern der angrenzenden Schule zur Pausenbelustigung", schrieben die Kollegen von unihockey-portal.de. Hier der Link zum ganzen Artikel.