04.
09.
2021
Nati Frauen U19 | Autor: unihockey.ch

Die Schweiz verpasst den Final in Uppsala deutlich

Das Schweizer U19-Nationalteam der Frauen verliert an der WM in Uppsala den Halbfinal gegen Schweden mit 5:9. Die Entscheidung fiel im Mitteldrittel, als die Gastgeberinnen davonzogen. Die Schweiz kämpft morgen gegen Tschechien um Bronze.

Die Schweiz verpasst den Final in Uppsala deutlich Gleich neun Mal schlug es hinter Anja von Allmen ein. Der Finaltraum ist geplatzt. (Bild: IFF)

Die Schwedinnen legten ab dem gewonnenen ersten Bully los wie die Feuerwehr und prüften Anja von Allmen im Schweizer Gehäuse schon in den ersten 30 Sekunden mehrfach. Es dauerte fast fünf Minuten, ehe auch die Schweizerinnen durch Selma Bergmann einen gefährlichen Abschluss zu verzeichnen hatten. Bald darauf schlug es aber trotzdem auf der anderen Seite ein - Maja Viström verwandelte einen von Melea Grossenbacher verursachten Penalty souverän. Ab der Hälfte des Startdrittels vermochten sich die Schweizerinnen aus dem Dauerdruck zu lösen und hielten die Gefahr besser vom eigenen Tor fern. Gelungene Blocks wurden von den Fans auf der Tribüne auch sofort mit lauten Hopp-Schwiiz-Rufen belohnt. Und es kam noch besser - in der 12. Minute setzte Marcia Wick nach einem Schuss Linn Larssons im Slot entschlossen nach und bewerkstelligte den Ausgleich. Als Viström in der 18. Minute wegen Bodenspiels auf die Strafbank musste, witterten die Schweizerinnen gar die Führung. Doch es kam ganz anders. Erst verursachte ein Ballverlust einen Shorthander durch Mathilda Ekenlinde und dann fasste Anja Wyss auch noch eine Strafe wegen unkorrektem Abstand. Die Schwedinnen liessen den Ball zirkulieren, um nach Ablauf der eigenen Strafe ein möglichst langes Powerplay zu haben. Diese Routine zahlte sich aus. In der 22. Minute traf die neue Jets-Stürmerin Philippa Blom in Überzahl zum 1:3.

Bitteres Mitteldrittel
Zwei Tore im Rückstand statt in Führung - das schien die Schweizerinnen zu knicken. Maja Ekström profitierte in der 30. Minute von einem Ballverlust Grossenbachers, tanzte dann auch noch deren Abwehrpartnerin Naja Ritter aus und erhöhte auf 1:4. Zwar verkürzte Selma Bergmann nur 34 Sekunden später nach einer herrlich abgeschlossenen 3-gegen-1-Situation wieder zum 2:4, aber erneut Blom (bei Ausschluss Grossenbacher) und zweimal Viström stellten das Skore bis zum Ende des zweiten Abschnitts auf 2:7. Besonders ärgerlich war der letzte Treffer. Grossenbacher - es war definitiv nicht der Tag der BEO-Verteidigerin - wollte via Bande befreien, der Ball geriet aber vors eigene Tor, wo sich von Allmen nicht getraute, das Spielgerät an sich zu nehmen. Viström bedankte sich und schob ein. Aus Schweizer Sicht: Zwei Gegentore in Unterzahl und ein halbes Eigentor - und das nach einem kassierten Shorthander sowie einem Penalty im Startdrittel. Zu viel ging schief, um gegen Schweden eine Chance zu haben.

Im kleinen Final
Aufgeben in einem WM-Halbfinal? Kommt natürlich nicht infrage. In der 43. Minute tippte Bergmann einen Freischlag für Céline Stettler an, die zum 3:7 traf. Die schwedische Reaktion fiel brutal aus. Vier Minuten später war Selma Bergmann nur sieben Sekunden auf der Strafbank, als den Gastgeberinnen der dritte Powerplaytreffer gelang. Danach wurde Torhüterin von Allmen bereits durch eine sechste Feldspielerin ersetzt. Risiko total. Schon nach 24 Sekunden drosch Anja Wyss den Ball nach einem Querpass Bergmanns in die Maschen und Gentiana Behluli legte in der 55. Minute backhand im Slot zum 5:8 nach. Geht da noch was? Nein. Die Schwedinnen hielten hinten dicht und machten mit einem Konter in der 59. Minute den Deckel drauf. Wieder war es Maja Viström, die im Frühling mit dem Team Thorengruppen schon die schwedische Meisterschaft gewann, die mit ihrem vierten Treffer des Tages alle Schweizer Finalträume platzen liess. Selbst ein versöhnlicher Schlusspunkt blieb den Eidgenossinnen verwehrt - in den letzten Sekunden trafen Linn Larsson und Anja Wyss nur die Latte. Damit spielt die Schweiz morgen um 12.30 Uhr gegen Tschechien um Bronze, während Schweden gegen Finnland um den Titel kämpft. «Wir werden das jetzt sicher in der Garderobe noch einmal kurz anschauen, aber dann all die Emotionen und Gefühle in der Halle lassen. Sobald wir im Hotel sind, werden wir uns voll auf morgen fokussieren. Wir haben ein super Team mit tollen Qualitäten. Wir werden auch mental bereit sein, um die Bronzemedaille in die Schweiz zu holen», so Selma Bergmann.


Schweiz U19 - Schweden U19 5:9 (1:2, 1:5, 3:2)
IFU Arena, Uppsala (SWE); 300 Zuschauende; SR Timo Jarvi, Pertti Kirsila (FIN)
Tore: 7. Viström (Penalty) 0:1. 12. Wick (Larsson) 1:1. 19. Ekenlinde (De Gysser; Ausschluss Viström!) 1:2. 22. Blom (Öhgren; Ausschluss Anja Wyss) 1:3. 30. Ekström (Blom) 1:4. 31. Bergmann (Behluli) 2:4. 34. Blom (Öhgren; Ausschluss Grossenbacher) 2:5. 36. Viström (Parkle) 2:6. 38. Viström 2:7. 43. Stettler (Bergmann) 3:7. 46. (45.12) Öhgren (Viström, Ausschluss Bergmann) 3:8. 46. (45.31) Anja Wyss (Bergmann) 4:8. 55. Behluli (Bergmann) 5:8. 58. Viström (Johansson) 5:9.
Strafen: 3x2 Minuten gegen die Schweiz. 1x2 Minuten gegen Schweden.
Schweiz U19: Von Allmen; Schmuki, Stettler; Koch, Christen; Ritter, Grossenbacher; Behluli, Ediz, Wieland; Larsson, Wick, Fitzi; Anja Wyss, Rahel Wyss, Bergmann; Kyburz.
Schweden U19: Langendorf; Lindgren, Holmsved Thott; Othberg, Myrvoll; Ekenlinde, Hansson; Blom, Öhgren, Ekström; Viström, Johansson, Parkle; Karlsson, De Gysser, Salgström.
Bemerkungen: 56.21 Timeout Schweiz. Selma Bergmann (SUI) und Vilma de Gysser (SWE) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

 

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