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Zoe Kläy: "Haben Emotionen in das Spiel gebracht"
Zoe Kläy erzielte für die Schweiz das erste Tor beim 6:5 gegen Tschechien. Die Stürmerin blickt im Interview auf den knappen Sieg zurück, zieht mit Bilanz über die Gruppenphase und blickt auf das Finalwochenende voraus.
Herzlichen Glückwunsch zum Sieg gegen Tschechien und zum Gruppensieg. Wie hast du die heutige Partie erlebt, es schien etwas ein Auf und Ab beider Teams zu sein - was war gut, was hätte noch besser sein können?
Zoe Kläy: Was sicher sehr gut war, sind die Emotionen, die wir in das Spiel gebracht haben. Wir haben uns gegenseitig unterstützt, gepusht und sind als Team, als Nation aufgetreten. Wir haben aber trotzdem noch nicht unser bestes Unihockey gespielt, es ist eigentlich cool zu wissen, dass wir noch viel besser sein können. Es gibt noch ein paar individuelle Punkte, an denen wir noch arbeiten dürfen und müssen.
Nach dem Punktverlust gegen die Slowakei war der Einzug in den Halbfinal vor dem letzten Gruppenspiel noch nicht sicher. Habt ihr zwischendurch die verschiedenen Szenarien zum sicher weiterkommen durchgerechnet?
Nein, für mich persönlich war immer klar, dass wir das schaffen. Natürlich schaut man kurz einmal auf die Tabelle und überlegt sich, ob ein bestimmtes Torverhältnis in einem Spiel jetzt wichtig wäre, aber solche Gedanken kann man sehr gut wieder wegschieben, da es viel besser ist, wenn man sich auf die eigene Leistung konzentriert. Ich war absolut überzeugt, dass wir gegen die Tschechinnen gewinnen können und darum wollten wir alles reinwerfen, um diesen Sieg zu holen. Dass es zum Gruppensieg gereicht hat, ist sehr cool, aber für morgen müssen wir gleich wieder den vollen Fokus aufbauen.
Wie beurteilst du die Gruppenphase allgemein? Augenscheinlich war es eine Steigerung von Tag zu Tag?
Ja, das kann man so sagen. Wir hatten etwas Mühe mit dem Start ins Turnier. Da spielte die Nervosität auch eine grosse Rolle. Gegen die Slowakei fielen einfach die Tore nicht, obwohl wir viele gute Abschlüsse hatten. Gegen die Däninnen konnten wir dann die zehn Tore machen. Heute konnten wir alle wichtigen Elemente vereinen und so auf den Platz bringen, zudem haben wir mit den Emotionen gearbeitet. Nun hoffen wir, dass die Steigerung in den kommenden zwei Tagen weitergeht.
Eine U19-WM ist recht happig mit 5 Spielen in 5 Tagen. Wie blickst du auf das morgige Spiel gegen Schweden und allgemein das Finalwochenende voraus?
Es ist schon sehr streng, auch mental. Wir haben aber einen sehr guten Staff und auch tolle Physios, die uns immer unterstützen, damit wir immer ready sind. Darum habe ich da keine Bedenken. Jetzt haben wir genügend Zeit, um zu regenerieren und noch ein paar taktische Sachen anzuschauen, dann kommt das sicher gut im Halbfinal gegen Schweden und im Final dann noch einmal.
Wie erging es euch bisher so rund ums Turnier - Anreise, Unterkunft, Essen, Organisation... Läuft alles wie erhofft oder gab es den einen oder anderen Stolperstein?
Das Hotel ist sehr in Ordnung. Man ist sich von der Schweiz vielleicht ein paar Kleinigkeiten anders gewohnt. Alles was wir brauchen, ist da, das Essen ist sehr lecker, es gibt sehr viel Pasta - davon habe ich dann nach der WM vielleicht für ein paar Tage wohl genug gehabt - aber sonst gibt es keine besonderen Vorkommnisse zu verzeichnen. Wie schon erwähnt, der Staff unterstützt uns wirklich super und macht alles, damit wir ohne jegliche Bedenken durch das Turnier kommen und so macht es wirklich viel Spass.