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Mit gutem Start zum ersten Sieg
Dank einer frühen, deutlichen Führung setzt sich das Schweizer U19-Nationalteam der Frauen an der WM in Italien gegen Dänemark mit 10:4 durch. Franca Hürlimann gelang das, was am Mittwoch partout nicht klappte: Ein frühes Tor, um das Selbstvertrauen zu stärken.
Da der IFF-Stream erst ab der 6. Minute lief, erkundigten wir uns bei Franca Hürlimann gleich nach dem Spiel danach, wie sie das 1:0 nach 53 Sekunden erlebt hatte: "Es war ein tolles Gefühl, im ersten Einsatz ein Tor zu schiessen. Ich stand vor dem Tor und nach dem Goalie die Sicht. Norina Reusser macht einen super Schuss, der Ball prallt von der Torhüterin ab und ich muss ihn nur noch reinschieben", erzählt die Zentralschweizerin.
Danach hiess es: zweiter Einsatz, zweites Tor. Auch Anja Gross zeigte sich im Nachsetzen vehement, schon führten die Schweizerinnen 2:0. Danach traf Corin Haldemann erst nach einem schönen Querpass aus der Distanz zum 3:0, zwei Minuten später wurde die Skorps-Stürmerin vor dem dänischen Goal "vergessen" und konnte sich die Ecke aussuchen. Noch vor Ablauf der 10. Spielminute stand es 4:0 für die Schweiz. "Die frühen Tore bringen Selbstvertrauen für das ganze Spiel. Wir kamen so in den Flow, was gestern gegen die Slowakei nicht der Fall war", fasst Franca Hürliman die gelungene Startphase zusammen.
Viele Strafen und zweiter Shorthander
Es folgte ein erster Dämpfer, ausgerechnet mit einer Spielerin mehr. Dänemark konnte in Unterzahl verkürzen, doch Livia Kurz (16.) und ein Eigentor der Däninnen (19.) sorgten für klare Verhältnisse zur ersten Drittelspause. Auch der Start ins Mitteldrittel gelang wunschgemäss, Noemi Stoll traf zum 7:1 in der 22. Minute. Als die Schweiz erneut Powerplay spielen konnte, kassierten die Schweizerinnen aber ärgerlicherweise schon wieder einen Shorthander. Es kam zu weiteren Strafen, doch diesmal musste die Schweiz sich in Unterzahl beweisen - dies gelang tadellos, sogar 90 Sekunden mit drei gegen fünf Feldspielerinnen überstand das Schweizer Team ohne Gegentreffer. Als auf beiden Seiten eine Spielerin draussen sass, schoss Livia Kurz bei vier gegen vier das 8:2 für die Schweiz.
An die gelungene Startphase konnten die Schweizerinnen auch im dritten Drittel nicht wirklich anknüpfen. "Teilweise hatten wir über das ganze Spiel eine etwas unorganisierte Verteidigung. Wir agierten auch im eigenen Slot zu wenig konsequent, zudem gingen einige 50-50-Bälle verloren", fasst Franca Hürlimann den Spielverlauf zusammen. Bis zur 50. Minute konnten die Däninnen zwei weitere Tore erzielen (davon ein Penalty), so schmolz der Schweizer Vorsprung auf 8:4 - nicht wirklich optimal, da im Vergleich mit der Slowakei am Freitag auch das Torverhältnis wichtig sein könnte. Immerhin gelang mit den Treffern von Svenja Schilliger und Zoe Kläy in den letzten fünf Minuten noch ein versöhnlicher Abschluss. Gegen Tschechien im letzten Gruppenspiel (Freitag, 16 Uhr) wird aber eine konzentriertere Leistung nötig sein, um mindestens in den Halbfinal zu kommen (je nach Resultat der Partie Slowakei gegen Dänemark um 13 Uhr) bzw. um allenfalls noch auf den Gruppensieg zu hoffen.
Schweiz U19 - Dänemark U19 10:4 (6:1, 2:1, 2:2)
Palazzetto dello Sport, Latisana (ITA); 197 Zuschauer; SR Hejnová/Beranová (CZE)
Tore: 1. Hürlimann (Reusser) 1:0. 2. Gross (Haldemann) 2:0. 8. Haldemann (Gross) 3:0. 10. Haldemann (Meryem) 4:0. 14. K. Thomsen (S. Frederiksen, Ausschluss Dänemark) 4:1. 16. Kurz (Meier) 5:1. 19. Eigentor 6:1. 22. Stoll (Gross) 7:1. 28. Es. Thomsen (Ausschluss Dänemark) 7:2. 36. Kurz (Hürlimann, Ausschluss Dänemark und Schweiz) 8:2. 46. Es. Thomsen (Fuglsang) 8:3. 50. Es. Thomsen (Penalty) 8:4. 56. Schilliger (Kurz) 9:4. 59. Kläy (Pleisch) 10:4.
Strafen: 3x2 Minuten gegen die Schweiz, 3x2 Minuten gegen Dänemark
Schweiz: Notz; Schilliger, Meier; Härtsch, Stoll; Oertle, Odermatt; Kurz, Hürlimann, Reusser; Haldemann, Gross, Meryem; Kläy, Christen, Bertsch
Dänemark: Hyllested Petersen; Jorgensen, Fuglsang; Falkenberg Staunsholm, K. Thomsen; Em. Thomsen, Vestergaard Thomsen; Frederiksen, Studer Flojborg, Jovancic; Bertel Nelkop, S. Frederiksen, Es. Thomsen; Andersen, Jorgensen, Abildgaard
Bemerkungen: Corin Haldemann (SUI) und Esther Thomsen (DEN) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.