05.
Offenes Rennen in Norditalien
Die Schweizer U19-Juniorinnen streben an der WM in Lignano Sabbiadoro und Latisana nach der ersten Medaille nach einem 5. und drei 4. Plätzen. In den Gruppenspielen warten von Mittwoch bis Freitag die Slowakei, Dänemark und Tschechien.
Die weltbesten Juniorinnen der Jahrgänge 2007 und jünger kämpfen an der U19-WM der Frauen in Norditalien um den Weltmeistertitel. Fünf Spiele in fünf Tagen, idealerweise mit zwei Siegen am Finalwochenende - wie üblich heissen die klaren Favoriten Schweden, Finnland, Schweiz und Tschechien. Zuletzt reichte es den Schweizerinnen 2016 in Kanada zu Edelmetall: Auf das Fiasko an der Heim-WM 2018 (5. Platz, nur ein Punkt aus drei Spielen in der Gruppenphase) folgten drei teilweise sehr unglückliche 4. Plätze.
Für Begeisterung sorgten die Juniorinnen an der EFT in Chur Ende Oktober 2025, am Polish Cup folgte mit 25 Gegentoren in den zwei Spielen gegen Tschechien und Schweden ein Dämpfer. Auf den Punkt parat sollen die Juniorinnen nun nach dem Pre-WM-Camp in Tenero sein - so wie es das Schweizer A-Nationalteam an der WM in Ostrava vormachte. Von dort kann Weltmeisterin Norina Reusser viel positive Erfahrungen an ihre zweiten U19-WM mitnehmen. Mit ihrer Schnelligkeit und Treffsicherheit ist die Berner Oberländerin das Prunktstück der Schweizer Offensive.
Viele "Unterschieds-Spielerinnen"
Doch auch die Wizards-Spielerinnen Anne Härtsch und Anja Gross, die vor zehn Tagen in Fribourg den Superfinal gewannen und für die es ebenfalls ihre zweite U19-WM ist, können eine entscheidende Rolle spielen. Mit Svenja Schilliger, Livia Kurz und Simona Pleisch stehen drei weitere Spielerinnen im Kader, die bereits eine U19-WM bestritten haben. Zoe Kläy, die im Frühling nach langer Verletzungspause ihre Comeback gab, die ebenfalls nach langem Ausfall zurückgekehrte Corin Haldemann von den Skorps, Aylin Meryem und Leonie Christen liefern ebenfalls schlagkräftige Argumente in der Offensive - im Tor ist die Schweiz mit Aline Joye (Wizards) und Amadea Notz (Laupen) schon beinahe traditionell stark besetzt. In der Abwehr zieht mit Rebecca Oertle gar eine Spielerin die Fäden, die sich im Verlauf der Saison einen Platz im Kader von Pixbo IBK erkämpfte und in den SSL-Playoffs zum Einsatz kam.
Es bahnt sich ein enges Rennen um die Medaillen an, in dem Sarah Renggli bei ihrer ersten WM als Cheftrainerin das Glück endlich wieder auf Seiten der Schweiz ziehen will. In der Gruppenphase warten nach der Slowakei und Dänemark die Tschechinnen im Topspiel, während in der anderen Gruppe Schweden und Finnland um die ersten beiden Ränge kämpfen. Als Gruppensiegerinnen würden die Schweizerinnen am Samstag um 19 Uhr ihren Halbfinal bestreiten, als Gruppenzweite bereits um 16 Uhr.
Den vollständigen Spielplan gibt es hier, alle Spiele können in der IFF-App verfolgt und gestreamt werden.
U19-WM, Schweizer Gruppenspiele:
Mittwoch, 6. Mai, 16.00 Uhr
Slowakei - Schweiz
Donnerstag, 7. Mai, 16.00 Uhr
Schweiz - Dänemark
Freitag, 8. Mai, 16.00 Uhr
Schweiz - Tschechien
Finalwochenende:
Samstag, 9. Mai, 16.00 / 19.00 Uhr
Halbfinals
Sonntag, 10. Mai, 13.00 / 16.00 Uhr
Bronzespiel / Final