02.
15 von 16 WM-Plätzen vergeben
An den Qualifikationsturnieren vom vergangenen Wochenende schafften insgesamt zehn Teams, ihr Ticket für die Männer-WM vom Dezember in Tampere zu ergattern. Besonders eng wurde es für Norwegen und Dänemark.
Die drei Qualiturniere für die A-WM vom Dezember in Tampere boten Spannung und Dramatik um die letzten Startplätze für europäische Teams. Mit Norwegen musste gar ein Team aus den Top 8 um die Qualifikation bangen, am Ende reichte es als "Lucky Loser" doch noch - von allen Teams, die das Platzierungsspiel verloren, hatten sie in der Gruppenphase die beste Bilanz. Überraschend kam die Niederlage am Samstag gegen Slowenien (3:4 nach Penaltyschiessen) für die Norweger aber trotzdem. Die Slowenen hatten die letzte WM in Malmö auf Rang 13 beendet, Norwegen hingegen auf Rang 7.
In der Gruppe EUR2 mit sechs Teams gelang Italien beinahe eine Sensation. Nach dem Unentschieden gegen Estland konnten die Italiener auf den 3. Platz und somit die direkte Qualifikation für die WM hoffen. Am Ende behielt Estland nur dank dem besseren Torverhältnis die Nase vorn.
Seltener Sieg für Lichtenstein
Trotz teilweise sehr hoher Resultate hatte auch das Turnier EUR3 im slowakischen Trencin einige Highlights zu bieten. So kamen die Schweden mit drei Siegen und dem Torverhältnis von 100:1 zum Gruppensieg und hatten viel mehr mit verlorenen Gepäckstücken als mit den Gegnern zu kämpfen - geliehene Stöcke und Einspielleibchen mit aufgeklebten Nummern hinderten die Schweden nicht daran, über Lichtenstein (44:0) und Island (46:0) wegzufegen. Ein Highlight gab es dann aber für das Fürstentum: Gegen Island machten die Lichtensteiner in den letzten sieben Minuten aus einem 0:2 ein 3:2 und feierten einen seltenen Sieg. Zuletzt gab es 2022 ein 4:2 gegen Belgien, wobei die Partie damals 3x15 Minuten dauerte.
Polen wiederum verpasst die WM, da das erspielte Torverhältnis von 17:14 in der Gruppe mit der Slowakei, Frankreich und Österreich bei weitem nicht so gut war wie jenes der Norweger in der Schweizer Gruppe (dank Kantersiegen gegen Grossbritannien und die Niederlande).
Somit sind folgende Teams aus Europa für die WM 2026 in Tampere qualifiziert (Reihenfolge gemäss Weltrangliste): Schweden, Finnland (Gastgeber), Tschechien, Lettland, Schweiz, Slowakei, Deutschland, Norwegen, Estland, Dänemark, Slowenien. Die Top 4 kommen in den Lostopf 1, was bedeutet, dass die Schweiz als Weltranglisten-Fünfte bereits in der Vorrunde beispielsweise auf Schweden und Finnland treffen könnte.
Bereits für die WM qualifiziert waren neben Gastgeber Finnland die Teams aus dem Raum Asien/Ozeanien, die ihr Qualifikationsturnier Mitte Januar spielten. Singapur, Thailand, Japan und die Philippinen qualifizierten sich für die WM, die Japaner sind erstmals seit 2018 wieder dabei. Um den einzigen amerikanischen Startplatz wird im März zwischen den USA und Kanada gespielt.
Spielpläne und Resultate
Turnier EUR1: hier
Turnier EUR2: hier
Turnier EUR3: hier
Turnier AOFC: hier
Nordamerika: hier