11.
2011
Brunner mit guten Erfahrungen in Brünn
Magglingen - Brünn - Zürich lauten die (sportlichen) Koordinaten von Armin Brunner in diesen Tagen. Der Malanser Unihockeyspieler lebt derzeit fast wie ein Profi - jedenfalls vom Aufwand her. In der letzten Woche durfte er am dreitägigen Nationalmannschafts-Lehrgang in Magglingen teilnehmen. Danach gings am Donnerstag direkt nach Tschechien ans 4-Länderturnier in Brünn. Und heute steht in der Zürcher Hardau die Neuauflage des NLA-Play-off-Halbfinals gegen die Grasshoppers an.
Muskelkater in Magglingen
„Nach dem ersten Tag in Magglingen konnte ich am nächsten Morgen fast nicht mehr aufstehen", schaut Armin Brunner auf die anstrengenden Tage im nationalen Leistungszentrum zurück. Nationaltrainer Petteri Nykky hatte ein happiges Programm zusammengestellt. „Montags und dienstags trainierten wir dreimal täglich, am Mittwoch noch zweimal", so Brunner. Nach der Ankunft in Tschechien am Donnerstag stand schon das nächste Training an. „Mehr als schlafen, essen und trainieren lag da nicht drin", stellte Brunner rasch fest. Trotzdem genoss er die Zeit. „Auch wenn es streng war, eine Woche sich nur auf den Sport zu konzentrieren, war sehr interessant", so 28-jährige.
Ein Sieg und zwei ehrenvolle Niederlagen in Brünn
Am 4-Länderturnier der Euro Floorball Tour war die Müdigkeit dann wie weggeblasen. Das erste Spiel gegen Schweden verlor die Schweiz zwar 4:8, die letzten beiden Tore fielen aber, als die Schweizer alles auf die Karte Angriff setzten. Gegen Tschechien gewannen die Schweizer am Samstagabend dafür souverän mit 5:3. Im letzten Spiel gegen Weltmeister Finnland konnten die Eidgenossen lange mithalten, mussten aber mit einer 4:7-Niederlage vom Platz.
Brunner spielte als Center in der dritten Linie jede der drei Partien durch. Neben ihm wechselten die Flügelspieler munter. „Die Trainer wollten wohl noch testen, wer am besten mit wem zusammenspielen kann", glaubt der 64-fache Internationale. Ihn störte die Rotation nicht. „Früher war meist klar, wer mit wem zusammenspielt. So sind wir nun flexibler", hat Brunner festgestellt. Im Gegensatz zu den zwei klar verlorenen Länderspielen gegen Finnland im September, hat sich die Schweizer Auswahl klar gesteigert. „Vor allem in der Abwehr haben wir einige Sachen ausprobiert", verrät Brunner, der seine gute Leistung mit dem fünften Treffer gegen Tschechien krönte. Gegen Finnland verschanzten sich die Schweizer beispielsweise tief in der eigenen Zone, um dann mit blitzschnellen Kontern zum Torerfolg zu kommen.