07.
11.
2009
Nati Männer A | Autor: Keller Damian

Der letzte Zwick fehlte

Die Schweiz unterlag im zweiten Spiel der Euro Floorball Tour Gastgeber Tschechien 1:4. Die Eidgenossen liessen die letzte Konsequenz zu oft vermissen und zogen folgerichtig vor 1800 Zuschauern den kürzeren.
Der letzte Zwick fehlte

Chance„Wir haben vieles gut gemacht und die Geduld behalten - im zweiten Drittel aber zuwenig Druck entwickelt. In dieser Phase haben wir das Spiel verloren." So René Berliat nach der Partie, welche vor allem den fast 1800 Zuschauern in der „Neuen Halle Vodova" in Brünn gefiel. Die Schweizer gerieten in der 19. Minute in Rückstand und liefen diesem Resultat hinterher. Im zweiten Drittel, wie Berliat richtig analysierte, noch mit wenig Überzeugung. Mehrmals wurde im Abschluss über den Ball gewischt - die Konzentration war nicht hundertprozentig vorhanden. Im letzten Abschnitt und nach der Reduktion auf zwei Linien lief es etwas besser, aber die grosse Stärke der Tschechen bleiben die Konter. Einen solchen verwertete Novotny zum 2:0, und nachdem Kaspar Schmocker einen Energieanfall zum 1:2 verwertet hatte, führte ein „Buebetrickli" via Rücken von Torhüter Hitz zum entscheidenden 1:3. Sebeks 1:4 hätte es nicht mehr gebraucht, gleich um drei Tore waren die Tschechen nicht besser - und den Schweizern gelang auch bei 6-5 Feldspielern nichts Zählbares mehr.

Rochaden ohne Erfolg
Jubel„Heute fehlte einfach das gewisse letzte Etwas, wie schon gestern gegen Finnland", analysierte Captain und Jubilar Matthias Hofbauer. Mit zahlreichen Rochaden - die Hofbauer etwa fanden im Verlauf der Partie mit Rüegsegger, Zimmermann und Mühlethaler drei verschiedene Flügel neben sich, versuchten die Coaches, das Team zu kitzeln. Letztlich blieben alle Massnahmen ohne Erfolg. Tschechiens Trainer Tomas Trnavsky zeigte sich verständlicherweise glücklicher. „Torhüter Barak mit seinem Hasek-Stil war gegen die Schweiz eine gute Waffe. Die Schweizer waren im letzten Drittel stark, und wir verpassten es, mit unseren Kontern die Partie früher zu entscheiden."
Im Penaltyschiessen trafen Dysli, Gerber und Matthias Hofbauer (er als einziger gegen Kafka, der sich anstelle von Barak ins Tor stellte), während bei den Tschechen Sladky an Hitz scheiterte, während Chrapek (Grünenmatt) und Skacel trafen. Wenigstens dieser Vergleich ging also zugunsten der Schweiz aus.

Schweiz - Tschechien 1:4 (0:1, 0:0, 3:1)
MSH Vodova, Brünn - 1792 Zuschauer.
SR: Myllykangas / Järventausta (FIN).
Tore: 19. Brus (Sladky) 0:1. 44. Novotny (Cepek) 0:2. 47. Schmocker 1:2. 48. Eigentor 1:3. 54. Sebek (Tomasik) 1:4.
Strafen: Schweiz 1x2 Minuten. Tschechien 1x2 Minuten.
Schweiz: Hitz; Dysli, Bichsel; Trüssel, Schmocker; Kuchen, Gerber; C. Hofbauer, M. Hofbauer, Rüegsegger; Antener, Brunner, Zürcher; Schneiter, Wanner, Zimmermann.
Tschechien: Barak; Garcar, Stegl; Kotlas, Chrapek; Brus, Jelinek; Fridrich, Richter, Skacel; Nowotny, Jedrisak, Zozulak; Sladky, Sebel, Tomasik; Cepek.
Bemerkungen: Matthias Hofbauer für 100. Länderspiel geehrt.

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