03.
12.
2018
Nati Männer A | Autor: unihockey.ch

"Es ist toll, so viel Qualität im Kader zu haben"

Nach dem 13:1-Sieg gegen Deutschland haben Paolo Riedi und Dan Hartmann zu verschiedenen Themen rund um das Spiel Auskunft gegeben. Unter anderem erklären die beiden, wieso der Start ins zweite Spiel besser glückte und Hartmann gab darüber Auskunft, ob er sich an der Hüfte verletzt hat, wie man aufgrund von TV-Bildern befürchten musste.

Solche Szenen wollen wir auch nach den nächsten Spielen sehen. (Bild: Michael Peter)

Zu den Gründen für den besseren Start ins zweite Spiel gegen Deutschland (gegen Lettland lag man nach 20 Minuten 2:3 hinten, gegen Deutschland führte die Schweiz zum Pausentee 4:0): 
Riedi: Wir waren sicher eingespielter. Die Halle war neu und der Start in ein Turnier ist immer schwierig. In der zweiten Partie waren wir von Beginn an bereit und das Timing in unserem Spiel stimmte auch besser. Im ersten Spiel lief es dann ja ab dem zweiten Drittel auch besser. Ich denke aber nicht, dass der schlechte Start ins Turnier mit Nervosität zu tun hatte. 
Hartmann: Gestern war die Startnervosität noch etwas da. Heute sind wir schon etwas mehr in der WM angekommen und wir kannten auch die äusseren Umstände bereits.

Zur Führung in der siebten Minute, die von Paolo Riedi erzielt wurde, der damit sein erstes WM-Tor verbuchen konnte:
Riedi: Ein WM-Tor ist sicher immer etwas Spezielles, aber es war vor allem wichtig, weil es das 1:0 war.
Hartmann: Die Deutschen konnten sich nicht viele Chancen erarbeiten, da wir von Beginn weg die Kontrolle über das Spiel hatten. Und wenn du bereits früh führst, hilft das auch, da es uns dadurch leichter gefallen ist, weiterhin geduldig zu spielen.

Riedi zum Einfluss darauf, dass die Deutschen ihr Spiel am Vortag erst am Abend und gegen die Tschechen austrugen:
Vielleicht hatten wir in Bezug auf die Regeneration einen kleinen Vorteil, da die Deutschen erst am Abend gegen die Tschechen gespielt hatten.

Hartmann über Deny Känzig, der mit vier Toren und zwei Assists einen sehr starken WM-Einstand feierte und Nati-Trainer David Jansson wohl ins Grübeln bringt, welche drei rechten Flügel er für die Entscheidungsspiele aufstellen soll (mit Känzig, Riedi, Joel Rüëgger, Manuel Maurer und Jan Zaugg hat er nun gleich fünf Varianten für drei Plätze):
Känzig hat voll eingeschlagen. Das durfte man sicher nicht so erwarten, da er erst gestern ins Team kam und für ihn auch sonst noch vieles neu ist. Es ist toll, dass wir so viel Qualität im Kader haben.

Riedi zur Vorfreude über seinen ersten WM-Einsatz über 60 Minuten:
Ich freute mich schon auf das erste Spiel gegen Lettland, auf die Partie gegen die Deutschen aber umso mehr. Vor allem, weil ich in der ersten Linie starten konnte, wobei das ja keinen grossen Unterschied ausmacht.

Hartmann zu den TV-Bildern in der 58. Minute, die ihn neben der Spielerbank am Boden liegend und in Pflege beim Physiotherapeuten zeigten:
Es war nichts Schlimmes. Ein Einsatz im nächsten Spiel ist nicht gefährdet.

 

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