03.
2014
Gesucht: Ein neuer Nati-Chef
Nach dem Rücktritt von Mark Wolf wird der Bereich Auswahlen von swiss unihockey umstrukturiert. Neu soll eine Art Chef Leistungssport die Nationalauswahlen von der Geschäftsstelle in Bern aus führen.
Bislang war Mark Wolf der starke Mann bei den Schweizer Nationalauswahlen. Dies in seiner Funktion als «Chef Auswahlen» im Zentralvorstand von swiss unihockey. Ihm zur Seite stand mit Simon Leuenberger ein langjähriger Mitarbeiter der Geschäftsstelle, der vor allem die administrativen Belange der Nationalmannschaften übernahm. Seit 1. März hat Wolf aber am Bundesamt für Sport (BASPO) die Leitung der Trainerbildung übernommen. Der neue Job bedingte den Rücktritt aus dem ZV.
Wie kürzlich angekündigt, wird der Bereich Auswahlen nun umstrukturiert. Auf der Verbands-Homepage ist seit Mittwoch die Stelle einer oder eines «Verantwortliche/n Auswahlen» ausgeschrieben. Eine umfangreiche Position. Unter anderem ist der oder die Neue verantwortlich für die Erstellung der Verbandsstrategie Spitzensport, hat die Mitverantwortung der Wahl und/oder Anstellung von Nationaltrainern und weiteren Mitarbeitern, ist verantwortlich für die Selektionen und das Scouting, Ansprechperson für Swiss Olympic, BASPO, weiteren Verbänden und Behörden sowie hat diverse weitere Funktionen inne.
«Die Stelle ‚Verantwortlicher Auswahlen‘ tendiert zur Funktion ‚Chef Leistungssport‘, wie das Swiss Olympic definiert», gibt swiss-unihockey-Geschäftsführer Daniel Bollinger Auskunft. Die Jobs von Wolf und Leuenberger werden teilweise zusammengeführt. Die administrativen Tätigkeiten sollen inskünftig von einem Praktikanten geführt werden, so Bollinger. Auch die Praktikanten-Stelle ist derzeit ausgeschrieben.
Die definitive Bezeichnung und die detaillierte Unterstellung der oder des neuen starken Nati-Manns oder Frau ist noch offen. «Das hängt auch davon ab, wer die neue Position besetzen wird», erklärt Bollinger. Derzeit sei am wichtigsten, jemanden zu finden, der die Aufgaben kompetent übernehmen und verantworten könne, so der Geschäftsführer. Bis Ende Monat läuft die Bewerbungsfrist. Einen potenziellen Kandidaten hat swiss unihockey nicht an der Angel, «wobei die Anforderungskriterien die potenziellen Kandidaten schon einmal auf eine einigermassen überschaubare Anzahl reduzieren», wie Bollinger ergänzt. Sicher ist: Die neue Stelle wird mit dieser Machtfülle zu einer der wichtigsten im Schweizer Unihockey.