11.
2009
Interview Esa Jussila
Esa, am letzten Freitag hast du gegen die Schweiz dein 100. Länderspiel bestritten. Wie war das für dich?
Wenn ich hätte wählen können, hätte ich es natürlich gerne im Final an der WM 2010 gefeiert. Oder in meiner Heimatstadt Joensuu. Aber ausserhalb von Finnland ist mir Tschechien am liebsten. Durch meine früheren Auftritte mit „Finnsta" am Czech Open habe ich hier viele Fans. Und ich fand es nicht selbstverständlich, vom Tschechischen Verband ein Präsent zu erhalten.
Zum Abschluss hat Finnland gegen Tschechien gespielt und gewonnen. Wie hast du die Duelle gegen deinen Malanser Teamkollegen Martin Ostransky erlebt?
Das ist ja keine neue Situation für mich, das hatte ich schon mit Larsson, Olofsson und natürlich den Schweizer Nationalspielern bei Malans. Da gibt es keinen Trash-Talk oder so, schliesslich sieht man sich schon bald wieder im Training. Im Fall von Ostransky war das schon gestern Montag wieder der der Fall.
Die Wechsel-Taktik am Sonntag gegen Tschechien war speziell - Petri Kettunen rief alle 90 Sekunden fünf neue Namen, Ihr habt kaum zweimal mit dem gleichen Block gespielt...
(lacht) Das war ein Trainingsturnier hier. Unsere Coaches wollen, dass wir jederzeit einsatzbereit sind, notfalls auch schon wieder nach zwanzig Sekunden. In meinem Fall, ist es noch spezieller, da ich in der Verteidigung und im Sturm eingesetzt wurde.
Mika Kohonen spielte in den ersten beiden Partien nur im Powerplay. Auch gegen die Tschechen war er offensichtlich handicapiert und humpelte fast über das Feld. Wollte er im Hinblick auf die Heim-WM nächstes Jahr ein Zeichen setzen, dass jeder alles geben muss?
Bis zur WM geht es noch etwa 380 Tage - davon werden wir etwa 35 zusammen verbringen. Da zählt jeder Tag der gemeinsamen Vorbereitung. Für einige der älteren Spieler wie Kohonen, Järvi oder mich, wird es mit Sicherheit die letzte Heim-WM sein. Wohlgemerkt, Heim-WM (lacht). Zudem hatten wir hier in Brünn vier Neulinge dabei, denen wir Routiniers vorleben wollten, was es heisst, für die finnische Nationalmannschaft zu spielen.