02.
2013
Nykky sagt Finnland ab
Kein Comeback von Petteri Nykky bei der finnischen Nationalmannschaft. Dies sagt zumindest der finnische Unihockeyblog pääkallo.fi. Nykky soll dem finnischen Verband am Sonntag abgesagt haben. Am Wochenende weilt er in der Schweiz.
Es ist die derzeit heisseste Personalie in der Unihockeywelt: Wo arbeitet Petteri Nykky inskünftig? Bis Ende Februar läuft noch sein Vertrag bei swiss unihockey. Bei den Länderspielen anfangs Februar in Yverdon-les-Bains wurde eifrig verhandelt. Zum Abschluss kamen die Verhandlungen aber nicht. «Ein fixes Entscheidungsdatum haben wir nicht gesetzt», sagte Auswahlchef Mark Wolf nach den Gesprächen. Ein möglicherweise entscheidender Punkt, wie sich jetzt zeigt.
Denn der finnische Verband hätte seinen Weltmeistertrainer gerne wieder zurückgehabt. Dies kursierte seit einigen Wochen in den finnischen Unihockeymedien als Gerücht. Laut pääkallo.fi, dem bestinformierten finnischen Unihockeyblog, musste sich Nykky bis letzten Sonntag entscheiden. Er tat dies - gegen den finnischen Verband, der ihm nach dem zweiten Weltmeistertitel 2010 keinen neuen Vertrag anbot, sondern den Assistenten Petri Kettunen als neuen Nationaltrainer berief. «Den Abgang hat er nicht vergessen», weiss Wolf seit langem.
Pääkallo.fi vermutet nun, dass sich Petteri Nykky für die Schweiz entschieden hat. Offiziell ist aber gar nichts, dafür wird Nykky am Wochenende in der Schweiz für weitere Gespräche erwartet. Nykky sagte pääkallo.fi, dass er einen laufenden Vertrag in der Schweiz habe, mit der Option der Verlängerung um zwei weitere Jahre. Seit dem 1. April 2011 führt Nykky die Schweizer Männer-Nationalmannschaft. In dieser Zeit brachte er eine neue Philosophie und Trainingsgestaltung ein. Trotz intensiver Vorbereitung scheiterte die Schweiz aber in der Verlängerung des WM-Halbfinales an Finnland.
Bereits jetzt ist klar, dass Nykkys langjähriger Gefährte Jussi Jäntti ihm zukünftig nicht mehr in der Schweiz helfen könnte. Der brillante Analytiker Jäntti hat ein Angebot des finnischen Verbandes angenommen. Im Gespräch ist der ehemalige finnische Eishockeytrainer Samu Kuitunen, der bereits an der WM und in Yverdon-les-Bains im Schweizer Staff mithalf.