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Schönbeck hört nach WM 2026 auf
Der Nationaltrainer der Männer, Johan Schönbeck, hat sich entschieden, dass er nach der Weltmeisterschaft im Dezember nicht mehr als Headcoach zur Verfügung stehen wird. Damit endet seine Amtszeit nach knapp vier Jahren.
In rund drei Monaten trifft die Männer-Nati an der Weltmeisterschaft in Finnland auf die besten Nationen der Welt. Für Johan Schönbeck wird das Turnier gleichzeitig sein letzter Einsatz als Schweizer Nationaltrainer sein. Der Schwede hat swiss unihockey mitgeteilt, dass er für eine potenzielle Vertragsverlängerung nach der WM nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Für seinen Entscheid sind vor allem zwei Gründe ausschlaggebend: «Ich will nicht mehr so viele Tage im Jahr weg von meiner Familie in Växjö sein. Zudem bin ich zwar unglaublich gerne mit dem Team unterwegs und mag die Intensität an den Turnieren und Trainingscamps sehr, jedoch ist die Zeit dazwischen ziemlich lang, bis wieder ein nächstes Highlight ansteht.»
Schönbeck übernahm die Nati 2023 nach der Heim-WM in einer anspruchsvollen Phase. Zweimal hatten die Schweizer zuvor an einer WM eine Medaille verpasst, zudem gaben nach der Heim-WM zahlreiche erfahrene Spieler ihren Rücktritt bekannt. Damit stand Schönbeck vor der Aufgabe, einen personellen Umbruch einzuleiten und ein neues Team aufzubauen. Dieser Umbruch bildete den Ausgangspunkt eines längerfristigen Entwicklungsprozesses mit Blick auf die WM 2026.
Mit zwölf WM-Debütanten reiste Schönbeck 2024 an seine erste WM als Schweizer Nationaltrainer. Nach dem enttäuschenden fünften Platz nahm er wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung des Teams mit. Zuletzt feierte die Schweiz mit Siegen gegen Finnland und Tschechien zwei wichtige Erfolgserlebnisse.
«Nach dem grossen Umbruch nach der Heim-WM standen wir vor einer anspruchsvollen Aufgabe», sagt Matthias Hofbauer, Leiter Nationalteams Männer. «Johan hat sich dieser Herausforderung mit viel Engagement und grosser Energie angenommen. Gemeinsam mit seinem Staff hat er wichtige Impulse gesetzt und zahlreiche junge Spieler an das internationale Niveau herangeführt. Unser gemeinsamer Fokus liegt nun vollständig auf der unmittelbaren Vorbereitung und einer erfolgreichen Weltmeisterschaft im Dezember.»
Für Schönbeck und sein Team steht in einem Monat die WM-Hauptprobe in Biglen bevor. Für den Nationaltrainer sind diese Länderspiele umso spezieller, da er von 2006 bis 2008 Trainer der Tigers Langnau war.
Sein Entscheid habe keine Auswirkungen auf die WM-Vorbereitungen: «Ich weiss, dass es nur diese eine Chance gibt und selbstverständlich möchte ich positiv abschliessen. Wir haben in meinen knapp vier Jahren als Nationaltrainer einen grossen Umbruch im Team erlebt. Im letzten Aufgebot standen mit Bürki, Seiler und Zaugg nur noch drei Spieler, die an der Heim-WM 2022 gespielt haben. Mein Anspruch ist es, die Nati mit viel Selbstvertrauen nach einer erfolgreichen WM an meinen Nachfolger übergeben zu können.»
Die Vorbereitungen des Nationalteams auf die Weltmeisterschaft vom 5.-13. Dezember in Tampere werden unverändert und mit voller Konzentration weitergeführt. Parallel dazu hat swiss unihockey den Prozess zur Regelung der Nachfolge aufgenommen.