04.
2009
Schwacher Lohn für starke Leistung
58 Minuten und 15 Sekunden waren gespielt, als Armin Brunner die Eidgenossen mit 5:4 in Führung schoss. Der erste Sieg über Schweden schein greifbar nahe...
Schien, denn nur 20 Sekunden später konnte Schweden - welches den Torhüter mit einem zusätzlichen Feldspieler ersetzte - wieder ausgleichen. Es blieb beim 5:5.
Die schwedischen Zuschauer in der LF-Arena rieben sich verwundert die Augen. Das Schweizer Nationalteam war im Gegensatz zum schwachen Auftritt gegen Tschechien vom Vortag nicht wieder zuerkennen. Das ganze Kollektiv nahm die Zweikämpfe an, gewann diese vielfach auch und spielte stellenweise wie aus einem Guss. Einzig die Tore fehlten im ersten Abschnitt.
Ab der 30. Minute wurde aber auch dies nachgeholt. Antener glich die schwedische Führung mit einem Hoheckschuss aus. Auch die erneute Führung der Skandinavier konnte den Schweizer Express nun nicht mehr stoppen. Rüegsegger, Matthias Hofbauer und Zürcher mit einem Shorthander schossen die Rot-Weissen bis zur zweiten Pause mit 4:2 in Front.
Im letzten Drittel gaben die Schweden, welche sichtlich im Stolz verletzt schienen, nun auch Gas. Bis zur 50. Minuten konnten sie das Skore wieder ausgleichen. Wie eingangs bereits erwähnt konnten die Schweizer nochmals vorlegen, den Vorsprung aber nicht über die Zeit retten.
Zwar müssen die Schweizer mit dem letzten Platz an der World Challenge vorlieb nehmen. Der Abschluss des Turniers stimmt aber doch einigermassen versöhnlich.
Bleibt zu hoffen, dass die Schweizer Nationalmannschaft an den nächsten Turnieren konstanter wird und Leistungen wie gegen Schweden wieder vermehrt abrufen kann. Positiv ist zu erwähnen, dass sich die sieben Debütanten nahtlos ins Team einfügten. Sie machen die Spitze breiter und geben den Nationaltrainern in Zukunft mehr Alternativen, wenn es darum geht eine schlagkräftige Nati zu formen.
Schweden - Schweiz 5:5 (0:0; 2:4; 3:1)
LF Arena, Pitea - 715 Zuschauer
SR: Ali Zouhar / Ingebrigtsli (NOR)
Tore: 23. 1:0 Bron-Sundbom (Hagberg); 30. 1:1 Antener (Brunner); 31. 2:1 Kim Nilsson; 32. 2:2 Rüegsegger; 33. 2:3 M. Hofbauer (C. Hofbauer); 36. 2:4 Zürcher (Ausschluss Kuchen!); 45. 3:4 Gillek; 50. 4:4 Calebsson (Karl-Johann Nilsson); 59. (58:15) 4:5 Brunner (Antener); 59. (58.35) Gillek (Calebsson; Schweden mit 6. Feldspieler anstelle Torhüter)
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Schweden; 2mal Minuten gegen die Schweiz
Schweden: Klintsten; Sundstedt, Fischerström, Calebsson, Karl-Johann Nilsson, Helgesson; Samuelsson, Berggren, Kanebjörk, Kim Nilsson, Mattsson; Wallgren, Östholm, Bron-Sundbom, Bodén, Hagberg; Gillek
Schweiz: Gerber; Dysli, Kuchen, M. Hofbauer, Wittwer, C. Hofbauer; Schmocker, Trüssel, Brunner, Antener, Zürcher, Schneider, Helfenstein, Mühlethaler, Rüegsegger, Schneiter, Krähenbühl
Bemerkungen: 14. Pfostenschuss Berggren; 31. Lattenschuss C. Hofbauer
Schweiz ohne Joss, Mendelin und Nieth (nicht eingesetzt)
Best Player: Gillek / Kuchen