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2021
Nati Männer A | Autor: Streiter Constantin

Schweiz verliert Bronzespiel nach Verlängerung

Die Schweizer Männer-Nationalmannschaft reist ohne Medaille von der Unihockey-WM in Helsinki ab. Gegen Tschechien verspielt das Team von David Jansson einen Zwei-Tore-Vorsprung und verliert in der Verlängerung.

Schweiz verliert Bronzespiel nach Verlängerung Die Tschechen schossen das erste und das letzte Tor der Partie. (Bild: Dieter Meierhans)

Wie schon an der letzten WM 2018 in Prag trafen die Schweiz und Tschechien in Helsinki zweimal aufeinander - nach der Gruppenphase auch im Bronzespiel. Es sind zwei Teams, die sich kennen, was man im taktisch geprägten ersten Drittel eindeutig merkte. Es gab kaum Räume für Offensivaktionen. Die Schweiz war öfter in Ballbesitz, Torhüter Pascal Meier musste hingegen fast die grösseren Chancen entschärfen als sein tschechisches Gegenüber Lukas Bauer. So war es ein Fehler von Stefan Hutzli, der den Tschechen das erste Tor ermöglichte, als er den Ball im eigenen Slot an Marek Benes verlor. Dieser spielte zum freistehenden Josef Rypar, der mühelos zum 0:1 traf. Der Schweiz gelang fünf Minuten später der Ausgleich. Endlich tat sich eine Lücke in der tschechischen Offensive auf, der aufgerückte Verteidiger Camenisch traf nach einem Querpass von Nicola Bischofberger.

Taktische Fesseln nur kurz gelöst
Kurz vor der ersten Pause kam die Schweiz zu einer Überzahl-Gelegenheit, als Torschütze Rypar raus musste. Doch die Tschechen kamen zu einem Konter, der nur regelwidrig gestoppt wurde. Filip Langer trat an zum Penalty gegen Meier, machte aber einen Haken zu viel - weiterhin stand es 1:1. Tschechien hatte aber noch eine weitere grosse Möglichkeit zum Shorthander, ehe sich die Schweiz endlich festsetzen konnte. Die Strafe endete am Anfang des zweiten Drittels aber ohne Tor, und so fielen die beiden Mannschaften wieder in den Trott der ersten Viertelstunde: Die Schweiz war mehrheitlich am Ball, Tschechien hatte die etwas gefährlicheren Chancen. Für das Team von David Jansson hatten bis Spielhälfte Jan Zaugg und das Flügelpaar Schiess/Maurer die besten Möglichkeiten, doch auch Lukas Bauer spielte sehr solid.

In der 33. Minute fiel das 2:1 für die Schweiz durch ein tschechisches Eigentor: Hutzli legte einen hohen Ball im Slot auf die Seite zu Maurer, dieser spielte den Ball zurück in die Mitte, wo ein Gegner ihn ins eigene Tor ablenkte. Dieser Treffer war eines der wenigen Highlights im Mitteldrittel, wobei Braillard dank einem ausnahmsweise sehr hohen Schweizer Pressing kurz nach dem 2:1 eine sehr gute Chance hatte.

Langer schiesst seine Farben ins Glück
Im dritten Drittel war es die in Führung liegende Schweiz, die mit mehr Vorwärtsdrang startete. Jan Zaugg hatte eine erste gute Möglichkeit, und in der 42. Minute spielte Michael Schiess den Ball zurück zu Jan Bürki, der mit einem gezogenen Schuss in die weite Ecke zum 3:1 traf. Die Tschechen, nach der zweiten Pause nur noch mit zwei Linien, legten ihrerseits einen Zacken zu. In der 47. Minute feierte Pascal Meier erst eine weitere starke Parade, war zehn Sekunden später aber dennoch geschlagen, Havlas verkürzte aus dem hohen Slot zum 2:3 aus Sicht der Tschechen.

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So nahm die Schweiz die letzten zehn Minuten mit einer knappen Führung in Angriff - was das taktische Geplänkel der ersten beiden Drittel etwas durchbrach, da die Tschechen nun logischerweise mehr machen mussten, als gegen ein auf Ballbesitz ausgelegtes Team nur abzuwarten. Drei Minuten vor Schluss nahm Petri Kettunen das Timeout, die Tschechen agierten nun bei Ballbesitz ohne Torhüter und mit einem sechsten Feldspieler. Und tatsächlich gelang Marek Benes anderthalb Minuten vor Schluss der Ausgleich. Zwar bewachten zwei Schweizer vor dem eigenen Tor zwei Tschechen, Benes agierte nach einer Hereingabe von der linken Seite jedoch am entschlossensten und schoss das 3:3, welches auch das Resultat nach 60 gespielten Minuten war.

In der Verlängerung hatten beide Teams gute Chancen auf ein Tor, Jan Zaugg scheiterte gleich mehrmals. Das Spiel hätte wie schon in der regulären Spielzeit auf beide Seiten kippen können. Schliesslich war es Tschechiens junger Starstürmer Filip Langer, der sich für seinen verschossenen Penalty aus dem ersten Drittel rehabilitierte und die Osteuropäer mit dem Siegtreffer in der 65. Minute zu Bronze schoss.

 


Tschechien - Schweiz 4:3 n.V. (1:1; 0:1; 2:1; 1:0)
Hartwall Arena, Helsinki (FIN). 10'065 Zuschauer. SR: Söderman/Boström (SWE).
Tore: 13. Rypar (Benes) 1:0, 17. Camenisch (Bischofberger) 1:1, 33. Eigentor Besta 1:2, 42. Bürki (Schiess) 1:3, 47. Havlas (Nemecek) 2:3, 59. M. Benes (Ondrusek/Tschechien ohne Torhüter) 3:3, 65. Langer (M. Benes) 4:3.
Strafen: 1x2 Minuten gegen Tschechien.
Schweiz: P. Meier; Camenisch, Bischofberger; Conrad, Bürki; Heller, Graf; Mendelin, C. Meier, Zaugg; Schiess, Hutzli, Maurer; Laely, Braillard, Riedi.
Tschechien: Bauer; Nemecek, Vitovec; Gruber, Besta; Puconchar, Kisugite; Rypar, Langer, M. Benes; Ondrusek, Sindler, Delong; Havlas, Forman, Hemerka; Simek
Bemerkungen: 19. Meier hält Penalty von Langer. 58. Time-Out Tschechien, danach bis zum 3:3 ohne Torhüter. Schweiz ohne Eder, Hartmann, Rüegger und Michel (alle Ersatz). Bürki und M. Benes als beste Spieler ausgezeichnet.

 

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