11.
2011
Schweizer Männer scheitern knapp am Weltmeister
Als die Schweizer Trainercrew in der 53. Minute ihr Time-out nehmen musste, schien die letzte EFT-Partie des Jahres zwischen Finnland und der Schweiz bereits entschieden. Mit einem Doppelschlag innert 29 Sekunden hatten die Finnen zuvor auf 7:3 erhöht. Kaum war das Spiel wieder freigegeben, entwischte aber Emanuel Antener und traf präzis ins hohe Eck. Die Schweizer öffneten ihre Abwehr und drückten auf den Anschlusstreffer, doch es blieb beim 7:4. Damit gewann Finnland das zweite EFT dieses Jahres mit zwei Siegen. Die Schweiz belegte den dritten Rang.
Matthias Hofbauer trifft zweimal
Der Start gelang den Schweizern zuvor nach Mass. Bereits in der vierten Minute bezwang Markus Gerber den finnischen Hüter Eero Kosonen mit einem kernigen Weitschuss zum 0:1. Der finnische Löwe war gereizt und schlug mit einem Doppelschlag innert 32 Sekunden zum 2:1 zurück. Danach überliessen die Schweizer zwar mehrheitlich das Zepter dem Weltmeister, setzten aber öfters gezielt Nadelstiche in die finnische Abwehr.
Kurz nach Wiederanpfiff des zweiten Drittels glich Matthias Hofbauer mittels Strafstoss souverän zum 2:2 aus (21.). Danach zogen sich die Schweizer aber weit zurück, respektive wurden von den Finnen in ihrem eigenen Drittel eingeschnürt. Tero Tiitu (25.) und Pasi Halonen (29.) setzten den Dauerdruck auch in Tore zum 4:2 aus. Doch die Schweizer liessen nicht locker. Nach einem Vorstoss von Kaspar Schmocker verkürzte erneut Captain Hofbauer auf 4:3 (32.).
Steigerung ersichtlich
Im Gegensatz zu den Länderspielen im September gegen den gleichen Gegner zeigten sich die Schweizer deutlich verbessert. Auch wenn das Defensivverhalten teilweise einem Unterzahlspiel ähnelte, konnten sie dem finnischen Kombinationsspiel erfolgreicher Paroli bieten. Einzig die beiden Doppelschläge stehen negativ zu Buche. Einen unrühmlichen Abschluss erlebte das tschechische Team. Gegen Schweden verlor Tschechien glatt mit 5:15.
Die Schweizer U19-Nationalmannschaft verkaufte ihre Haut gegen Weltmeister Finnland ebenfalls teuer. Nur mit 5:8 verloren die Schweizer, nachdem es nach zwei Dritteln noch 4:5 für die Finnen stand. Sieglos beendete die neuformierte Schweizer Auswahl ihr EFT auf dem vierten Rang.
Finnland - Schweiz 7:4 (2:1, 2:2, 3:1)
MSH Vodova Brno (CZE). - 444 Zuschauer. - SR Cerny/Janousek (CZE)
Tore: 4. Gerber (Matthias Hofbauer) 0:1. 7. (6:20) Hänninen (Lehtonen) 1:1. 7. (6:52) Kapanen (Vänttinen) 1:2. 21. Matthias Hofbauer 2:2 (Penalty). 25. Tiitu (Väänänen) 3:2. 29. Halonen (Vänttinen) 4:2. 32. Matthias Hofbauer (Schmocker) 4:3. 45. Koskelainen (Mika Kohonen) 5:3. 53. (52:02) Mika Kohonen (Väänänen) 6:3. 53. (52:31) Kapanen (Vänttinen) 7:3. 53. (52:54) Antener (Zimmermann) 7:4.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Finnland, keine gegen Schweiz.
Schweiz: Hitz; Gerber, Schmocker; Dysli, Bichsel; Schneider, Helfenstein; Christoph Hofbauer, Matthias Hofbauer, Reusser; Antener, Wälti, Zimmermann; Scalvinoni, Brunner, Fankhauser; Wittwer, Berlinger, Zürcher.
Bemerkungen: 52:31 Time-out Schweiz. - Lassi Vänttinen (Finnland) und Matthias Hofbauer (Schweiz) als beste Spieler ausgzeichnet.
Cheftrainer
07. 11. 2011