Lange mussten sich die 2'056 Zuschauer im ersten Spiel der Schwedischen Nationalmannschaft gedulden. Erst im letzten Drittel traten die WM-Gastgeber gegen Underdog Dänemark zur Kür an: 11:1 hiess das schlussendlich klare Verdikt.
Kurz vor Spielende setzte Mathias Larsson zu einem seiner unnachahmlichen Soli an. Drei Gegenspieler liess er ins Leere laufen um dann einhändig aufs dänische Tor zu schiessen. Der Schuss ging zwar knapp darüber – Szenenapplaus bekam der Schweizermeister trotzdem für die spektakuläre Aktion. Seine Altherren-Linie – Wiler-Rückkehrer Andreas Hedlund war mit 29 Jahren der jüngste – war für sechs Tore der elf Tore zuständig: Zweimal trafen Larsson und Martin Olofssson, je einmal waren Hedlund und Johannes Gustavsson erfolgreich. Die erste Formation rund um Niklas Jihde stand da ein wenig im Schatten. "Nur" drei Tore brachten sie zustande.
Starker dänischer Torhüter
Die Dänen hielten lange mit. Vor allem Torhüter Martin Fast trieb die schwedischen Angreifer zur Verzweiflung. Bei einem Schussverhältnis von 19:1 hiess es nur 1:0 für den haushohen Favoriten nach dem ersten Drittel. Im zweiten Abschnitt brauchte es zwei Powerplaytore und ein Eigentor, damit die Schweden auf 4:1 davonziehen konnten. Zwei Sekunden vor Drittelsende traf Gustavsson mit einem sehenswerten Backhandschuss zum fünften Treffer.
Gala im Schlussdrittel
Im letzten Drittel machte Fast dem jungen Morten Fryland Platz. 20 Sekunden dauerte es bis er erstmals bezwungen wurde, eine Minute später hiess es bereits 7:1. Der Rest lief unter „spielen und spielen lassen“. Die Schweizer werden ähnlich viel Geduld am Mittwoch bei ihrem Spiel gegen Dänemark zeigen müssen. Defensiv können die Dänen mithalten, in der Offensive brachten sie aber wenig zustande. Wie stark die Schweden wirklich sind, wird sich im morgigen Spiel gegen Norwegen zeigen.