01.
2011
Wer wird neuer Nationaltrainer?
Wenig überraschend gaben der Könizer René Berliat und der ehemalige Churer und Grasshoppers-Zürich-Trainer Peter Düggeli ihren Rücktritt als Unihockey-Nationaltrainer bekannt. Beide mussten nach dem enttäuschenden 4. Rang an der letzten Weltmeisterschaft einiges an Kritik einstecken. "Ich bedaure ihren Rücktritt sehr! Beide haben sehr gute Arbeit geleistet, doch das Amt des Nationaltrainers kostet sehr viel Kraft", ist sich Auswahlchef Mark Wolf bewusst. Düggeli arbeitete bereits 2004 im Staff der Nationalmannschaft mit, Berliat seit 2007. Nach der WM 2008 (3. Rang) übernahm Berliat die Cheftrainerrolle von Düggeli.
Petteri Nykky heisser Kandidat
Mark Wolf ist bereits auf der Suche nach einem Nachfolger. Ein heisser Kandidat ist auch der aktuelle Malanser Cheftrainer Petteri Nykky, welcher kürzlich mit Finnland Weltmeister wurde. Wolf bestätigt das Interesse. "Ich bin beeindruckt von seiner Arbeit in Finnland, es wäre schön dieses Know-how in die Schweiz zu holen", gibt Wolf zu. Konkrete Gespräche fanden aber noch nicht statt. "Wir sind mitten in der Evaluationsphase. Nykky ist ein interessanter Name, doch wir stehen auch mit weiteren Kandidaten im Gespräch", erklärt Auswahlchef Wolf.
Der Malanser Sportchef Thomas Hitz weiss vom Interesse des Verbandes, sagt aber auch, dass Alligator Malans derzeit Gespräche mit Nykky führe, um seinen Ende Saison auslaufenden Vertrag zu verlängern. "No comment", war die Reaktion des angesprochenen Petteri Nykky. "Ich habe noch einen Vertrag mit dem finnischen Verband bis Ende Februar", sagt er. Im Februar finden die Finnkampen-Länderspiele in Landskrona (SWE) statt. Wie Nykky an der Weltmeisterschaft angekündigt hatte, wird sein bisheriger Assistent Petri Kettunen die Nationalmannschaft danach übernehmen. In der letzten Montag durchgeführten Wahl zu Finnlands Trainer des Jahres belegte Nykky übrigens den dritten Rang.
Berger sagt ab
Ebenfalls gehandelt wurde der Name von Thomas Berger, aktuell Trainer bei Schweizermeister Wiler-Ersigen und gleichzeitig U19-Nationaltrainer. Mark Wolf winkt aber ab. "Thomas Berger hat bereits abgesagt, er will sich berufliche Optionen offen halten", erklärt Wolf. Dieser wünscht sich einen Trainer, welcher bereits internationale Erfahrung mit einer Nationalmannschaft gesammelt hat und sich in der Schweiz auskennt. Aktuell würden der holländische Nationaltrainer und ehemalige Natiakteur Samuel Dunkel (Köniz) und der Italienische Naticoach Heikki Lukkonen (Kloten-Bülach Jets) in dieses Profil passen.
Ein heisser Kandidat dürfte auch der ehemalige Langnauer-Trainer Johan Schönbeck sein, welcher lange sehr erfolgreich die dänische Auswahl führte. Vor zwei Jahren kehrte er aus familiären Gründen zurück nach Schweden. Interesse bekundete einst auch der ehemalige Malanser-Trainer Stefan Smedberg, welcher seinen Stammclub Warberg in dieser Saison zurück an die Tabellenspitze in Schweden führte. "Der Markt in der Schweiz ist klein", gibt Wolf zu und erklärt, dass es ihm wichtig sei, dass ein allfälliger künftiger ausländischer Nationaltrainer auch mit Trainern aus der Schweiz als Assistenten arbeiten könnte.