09.
02.
Nati Männer U19 | Autor: Güngerich Etienne

Skurril, aber dennoch aufschlussreich

15 Monate vor der Heim-WM hat die U19-Nati der Männer erstmals getestet. Das 3-Länderturnier in Siggenthal, das unter speziellen Umständen ausgetragen wurde, lieferte Trainer Olli Oilinki erste Erkenntnisse für die neue Kampagne.

Skurril, aber dennoch aufschlussreich Olli Oilinki hat die Kampagne für die Heim-WM im Frühling 2025 aufgenommen. (Bild: Dieter Meierhans)

Es war eine skurrile Szenerie, die sich am letzten Sonntag in der GoEasy Arena in Siggenthal abspielte. U19-Länderspiel der Männer, auf der einen Seite ein in rot gekleidetes Team mit dem Schweizer Kreuz auf der Brust. Auf der anderen Seite weisse Shirts, ebenfalls mit dem Schweizer Kreuz. Da, bei den Roten, Olli Oilinki an der Bande, assistiert von Mark Schuler und Michael Zürcher. Dort, bei den Weissen, der eigentliche U17-Trainer Simon Meier. Seine Assistenten hiessen Simon Linder, eigentlich für die U23-Auswahl verantwortlich, und Emanuel Antener. Wegen eines Anrufs von Nationalteam-Obmann Matthias Hofbauer, sei er unverhofft zu seiner (fast) Premiere als Assistenztrainer gekommen.

Die Ränge waren nicht mehr ganz so gut gefüllt wie noch an den beiden Vortagen des Turniers. Und ob die in weiss gekleideten Schweizer-Fans tatsächlich auch die Weissen und die in rot gekleideten die Roten unterstützten, ist nicht überliefert. Auf «Hopp Schwiiz»-Rufe wurde jedenfalls vornehmlich verzichtet, dafür musste die Nationalhymne nur einmal abgespielt werden. Auf dem Feld schenkten sich die beiden Teams, trotz gleicher Landeszugehörigkeit, nichts. Die sich gleichende Spielweise und ähnliche Spielertypen sorgten dafür, dass das Spiel bis zum Schluss eng war. Aber mit wenigen Toren. Böse Zungen würden behaupten, dass dies eine logische Folge ist, wenn gleich zwei Schweizer Teams auf dem Feld stehen.

Für Olli Oilinki stand trotz allem die spielerische Entwicklung im Vordergrund. 15 Monate vor der Heim-WM hat er erstmals mit seiner Generation in der U19 getestet. Und das Turnier mit einem Erfolg über die Älteren, der sogenannten Schweiz U19-B, beendet. Nach Spielende erklärte er uns, wie es zu diesem Turnier mit den speziellen Voraussetzungen kam und wo er sein Team in der Entwicklung sieht.

Am Sonntag standen sich Schweiz A und Schweiz B gegenüber. Wie kam es dazu?
Eigentlich war ein 4-Länderturnier mit vier Nationen angedacht. Schweden und die Slowakei haben aber abgesagt. Es war uns jedoch wichtig, dass wir den Jungs drei Spiele auf internationalem Niveau bieten können. Deshalb entstand die Idee, dass wir ein zweites Schweizer Team machen. Dieses sollte dann aus Spielern bestehen, die zwar noch im U19-Alter sind, aber altersbedingt nicht mehr für die WM im Frühling 2025 in Frage kommen.

Diese Spieler mit Jahrgang 2004 und 2005 werden also von dir sowieso nicht mehr aufgeboten. Was hat denn das Turnier für sie gebracht?
Internationale Spiele sind immer gut. Und für diese Jungs geht es ja jetzt darum, den Sprung in die U23 zu schaffen. Darum konnte Simon Linder als Assistent schon mal einen ersten Eindruck gewinnen.

4:5 gegen Finnland, 4:8 gegen Tschechien und zum Schluss noch ein Sieg gegen die Landsmänner. Was ziehst du für ein Fazit?
Rein spielerisch bin ich eigentlich ziemlich zufrieden. Aber wir haben einige Fehler gemacht, die auf diesem Niveau brutal bestraft werden. Es fehlt noch an der Cleverness, um solche Sachen zu verhindern. Gegen Finnland machten vor allem die Special Teams den Unterschied. Gegen Tschechien merkten wir, dass wir physisch unterlegen waren. Sie hatten dadurch wesentlich mehr Durchsetzungsvermögen im Slot. Daran müssen wir unbedingt arbeiten.

Der Sieg am Sonntag, gegen die ältere Generation war aber ein versöhnlicher Abschluss?
Ich war sehr zufrieden mit dieser Leistung. Vor allem wie wir uns gegen den hohen Druck gelöst haben. Lösen ist das Eine, aber danach eine Chance zu kreieren, das Andere. Das hat mir in diesem Spiel sehr gut gefallen.

Du hast jetzt erstmals in der U19 intensiv mit der Generation arbeiten können, die du schon aus der U17 kennst. Was erwartet uns für die WM im nächsten Jahr?
Wir hatten während des ganzen Wochenendes etwa sechs bis sieben Ausfälle. Diese konnten wir aber gut kompensieren, was für die Breite spricht. Alle konnten auf diesem Niveau sehr gut mithalten.

Mit Nino Bühler (Köniz) und Timon Anderegg (Uster) gibt es auch zwei Spieler, die in dieser Saison schon in der UPL spielten. Es kommen also auch gute Individualisten.
Auch Janis Reusser hat bei Thun schon Einsätze absolviert. Es bringt unsere Spieler weiter, wenn sie bei den Männern eingesetzt werden - egal ob in der höchsten oder zweithöchsten Liga.

Hat sich in deinem Kopf schon ein Stamm für die WM herauskristallisiert?
Klar gibt es Tendenzen, aber es ist noch zu früh, um sich schon festzulegen. Nun werden wir die Spiele von diesem Turnier gut analysieren. Im Sommer werden wir dann ein Camp absolvieren, bei dem die Türen auch für neue Spieler geöffnet werden. Dann werden wir wohl einen Spielerpool von rund 50 Spielern vorfinden.

 

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