19.
10.
2015
Video | Autor: Voneschen Reto

Video der Woche

Vom 0:6 zum 6:6 in den letzten vier Minuten? Der finnische Meister Seinäjoen Peliveljet aka SPV zeigt, wie's geht. Was für eine Aufholjagd.

Video der Woche Was für ein Krieger: Ville-Pertti Kuusela erzielte vier der sechs SPV-Tore (Bild SPV)

Kümmert sich die Traumfabrik Hollywood um das Thema Sport, wird oft das Thema "niemals aufgeben" aus der Schublade hervor geholt. Wer beispielsweise mit den Rocky-Filmen sozialisiert wurde, kennt es bestens. In der Realität sieht das Ganze dann meist anders aus. Konkretes Beispiel: Wer jemals in einem Spiel vier Minuten vor Schluss 0:6 im Rückstand liegt, der glaubt meist nicht mehr an einen Sieg. Auch nicht im Unihockey, wo Tore teilweise schneller fallen, als in anderen Sportarten.

Doch es geht auch anders. Seinäjoen Peliveljet, wie der finnische Meister SPV mit vollem Namen heisst, lag gestern gegen Tapanilan Erä vier Minuten vor der Sirene mit 0:6 im Rückstand. Probates Mittel: Torhüter raus, sechster Feldspieler rein. Geht in 37 von 40 Fällen schief, es hilft aber, wenn Ausnahmekönner wie Sami Koski (Grüsse an Wiler), Mika und Mikko Kohonen oder Petri Hakonen auf dem Feld stehen. Und vor allem wenn der Captain ein wahrer Krieger ist, der wohl besagte Rocky-Filme mindestens zehn Mal angeschaut hat.

Bei 55:56 trifft Ville-Pertti Kuusela, wie der SPV-Spielführer heisst, zum 1:6. Verhaltener Jubel auf den Rängen. Bei 57:58 schiessen die Kohonen-Brothers das 2:6. Immer noch verhaltener Jubel, kein Wunder, wir sind ja in Finnland. Die Zeit rennt langsam davon, doch bei 58:56 kommt langsam Unruhe auf. Wieder traf Kuusela. Torhüter für Bully rein, gleich wieder raus und 20 Sekunden später trifft Hakonen zum 4:6. Unglaublich, aber der legendäre Abend in Seinäjoki hat erst begonnen. 59:30 wieder Kuusela, die Halle wird zum Tollhaus - und explodiert, als Kusela nur zehn Sekunden später - also 20 Sekunden vor der Sirene - tatsächlich noch das 6:6 erzielt.

Was für eine Aufholjagd. Die Lektion in "niemals aufgeben" muss Tapanilan Erä weh getan haben. Zum hollywoodreifen Finale reicht es dann aber doch nicht. In der Verlängerung fallen keine Tore mehr, ein Penaltyschiessen gibt es nicht, die Partie endet mit 6:6. Aber Rocky gewann ja auch nicht jeden seiner Kämpfe. Aufgegeben hat er trotzdem nie.

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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