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Julian Egli: „Wir sahen, wo wir hin wollen“
Für Julian Egli war das Duell mit Tatran Stresovice als Sohn einer tschechischen Mutter besonders reizvoll. Der 18-Jährige schoss sein obligates Tor, trotzdem ist das Champions-Cup-Abenteuer für den HCR beendet.
Wie gut ist dein Tschechisch?
Julian Egli: Ich sprach früher mit meiner Mutter Tschechisch - ich verstehe fast alles und spreche auch ganz anständig.
Du warst gegen Tatran also wie ein Spion und hast die Kommunikation des Gegners verstanden?
Ja, wenn es gerade nicht allzu laut war in der Halle.
Du bist seit den letzten U23-Länderspielen für die Schweiz „gebucht" und wirst Mitte Oktober in Biglen deine ersten A-Länderspiele bestreiten. War es für dich nie ein Thema, für Tschechien zu spielen?
Ich hatte den Gedanken schon mal im Kopf, aber nie sonderlich konkret. Es gab auch nie Kontakt zum tschechischen Verband. Ich bin froh, dass ich ein Aufgebot der A-Nati bekommen habe und freue mich sehr auf die Premiere.
Du hast gegen Tatran getroffen, auch in der Meisterschaft in drei Spielen bereits sechs Mal - es läuft?
Ich versuche, dem Team zu helfen - in meinem Fall sind das Tore. Im Moment läuft es tatsächlich super. Ich bekomme in einer starken Linie aber auch viele Bälle und das Vertrauen.
Ist das so eine Phase, in der du weisst, dass dir auf jeden Fall ein Tor gelingen wird?
Ich will mich einfach in Positionen bringen, die Erfolg versprechen. Wenn ich kein Tor schiesse und das Team gewinnt, ist das auch okay. Team first.
Was hat über beide Spiele gesehen gegen Tatran gefehlt?
Nicht viel. Etwas Effizienz. Tatran ist aber in solchen Duellen ein Topteam, erfahrener als wir und zeigte uns, wo wir hin wollen. Wo wir als Team hin müssen. Im Moment bin ich frustriert, dass es uns nicht für den Halbfinal gereicht hat. Es waren zwei sehr enge Partien.