21.
11.
2016
CH Cup Männer | Autor: UHC Alligator Malans

Malans eliminiert Titelverteidiger

Alfred Hitchcock hätte die Schlussphase dieses Viertelfinal-Cuphits gegen Titelverteidiger Floorball Köniz wohl nicht besser inszenieren können, als wie es die beiden Kontrahenten auf dem Spielfeld zeigten. Die Alligatoren stehen dank dem 5:4 Erfolg im Halbfinale. Der Titelverteidiger Floorball Köniz ist somit entthront und die Cup-Revanche aus dem Vorjahr geglückt.

Malans eliminiert Titelverteidiger Simon Nett (r.) im Duell gegen Tobias Saner (l.). (Bild: Erwin Keller)

Eine kalte Dusche erwischten die Malanser gleich nach dem Anspiel, denn nach 90 Sekunden führte Köniz bereits durch einen Treffer von Emanuel Antener. Die Alligatoren nach diesem Treffer sichtlich gewillt das Geschehene direkt wieder gut zu machen. Malans in der Folge mit mehr Druck agierend und mit den besseren Vorteilen. Die Startnervosität der Alligatoren konnte nach und nach abgelegt werden. Es lief bereits die 13. Minute, als es vor dem Könizer Hüter Patrick Eder zu einem Freischlag kam. Claudio Laely nutzte diese Chance und traf zum Ausgleich. Die Übernahme des Spieldiktates zeigte Früchte, denn nur knappe zwei Minuten später, wurde Christoph Camenisch von Joel Friolet herrlich angespielt, welcher zur erstmaligen Malanser-Führung zum 2:1 einnetzen konnte. Am Spiel und der aufkommenden Fehlerhäufigkeit beider Mannschaften, merkte man jedoch die enormen Belastungen dieser englischen Woche (5 Spiele innert nur 9 Tagen!) förmlich an. Viele kleinere individuelle Fehler schlichen sich vermehrt ein. Die Alligatoren waren vom Vortag lange nach Mitternacht vom Grünenmatt-Spiel nach Hause zurückgekehrt. Malans konnte die knappe Führung jedoch bis zur Pause weiterhin halten.

Der Mittelabschnitt startete ähnlich wie das erste Drittel. Köniz mit zwei brandgefährlichen Abschlüssen, doch Martin Hitz im Malanser Tor, machte diese Chancen mit guten Paraden zunichte. Genau zwei Minuten war dieses Drittel alt, bis die Alligatoren ein weiteres Mal jubeln konnten. Sandro Dominioni nutzte ein «Tohuwabohu» im Strafraum vor Eder und traf zur 3:1 Führung. In der 27. Minute musste die einzige Strafe in diesem sonst fair geführten Spiel gegen Remo Buchli ausgesprochen werden. Die Berner nutzten diese numerische Feldüberlegenheit mit dem Anschlusstreffer durch Jens Frejd aus. Die Könizer nach diesem Treffer wieder stark im Aufwind, brachten die Malanser Hintermannschaft mehrmals arg in Bedrängnis. Überhaupt waren viele individuelle Fehler einzelner Akteure - wohl wegen der Müdigkeit - zu erkennen. Es lief bereits die 36. Minute als die Alligatoren einen Konter über Dan Hartmann auslösen konnten. Dieser bediente seinen mitstürmenden Joel Friolet, welcher mit einer Direktabnahme und dem sehenswerten Treffer, den 2-Torevorsprung wiederherstellte. Die Freude auf Alligatorenseite war allerdings nur von kurzer Dauer, denn Frejd verkürzte das Score in der 38. Minute mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend erneut.

Die Spannung über den Ausgang dieses Viertelfinals knisterte nun förmlich in der Luft. Und als Remo Buchli in der 42. Minute seinen Schlagschuss im Könizer-Netz zappeln sah, schien die Halle mit über 500 Zuschauern förmlich zu explodieren. Das Spiel wirkte nun gegenüber den ersten beiden Spielabschnitten völlig gekehrt. Plötzlich war Tempo und Kampfgeist zu sehen. Die Strapazen der vergangenen Woche beiderseitig wie weggewischt. Das Spiel war dort angelangt, wie es die Affiche in den Vorschauen versprochen hatten und ist nun in der Folge zu einem echten Cuphit mutiert. Die Mannschaften präsentierten einen offenen Schlagabtausch und die beiden Torhüter verhinderten mit glänzenden Paraden vorerst weitere Tore. Bereits war in dieser hochspannenden Schlussphase die 57. Minute angebrochen, als Topskorer Manuel Maurer auf Zuspiel von Antener plötzlich alleine vor Hitz aufkreuzte und erneut den Anschlusstreffer zum 5:4 erzielen konnte. 58.55 zeigte die Anzeigetafel, als Headcoach René Berliat das Timeout für Köniz nahm. Er nahm Eder aus dem Tor und ersetzte ihn durch einen weiteren Feldspieler. Friolet's Befreiungsschlag über die Felddistanz endete mit vielen «ah's und oh's» am Könizer Torpfosten, doch der Berner Ansturm blieb weiter gefährlich hoch. Die Schlusssirene rettete den Alligatoren ihren viel umjubelten Halbfinaleinzug! Der Titelverteidiger Floorball Köniz ist somit entthront und die Cup-Revanche aus dem Vorjahr geglückt!

Die Halbfinal-Partien werden nun im Rahmen einer Spezialsendung auf SPORTAL HD ausgelost. Zu Gast in «The Floorball Show» am kommenden Dienstag, 22. November, sind erneut Rolf Kern, Cheftrainer der Damen-Nationalmannschaft, und David Jansson, Cheftrainer des Herren-Nationalteams. Die Sendung kann ab 12.15 Uhr im Internet live mitverfolgt werden.


UHC Alligator Malans - Floorball Köniz 5:4 (2:1, 2:2, 1:1)

MZH Lust Maienfeld, 509 Zuschauer. - SR Zgraggen/Müller
Tore: 2. Antener (Castrischer) 0:1. 13. Laely (Koller) 1:1. 15. Camenisch (Friolet) 2:1. 22. Dominioni (Vetsch) 3:1. 29. Frejd (Maurer, Ausschluss Buchli) 3:2. 36. Friolet (Hartmann) 4:2. 38. Frejd (Ledergerber) 4:3. 42. Buchli (Braillard) 5:3. 57. Maurer (Antener) 5:4.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. keine Strafen.
UHC Alligator Malans: Hitz; Berry, Tromm; Camenisch, Koller; Veltsmid, Künzli; Nurmela, Hartmann, Friolet; Laely, T. Braillard, Buchli; Dominioni, N. Vetsch, Nett; Bärtschi; Gartmann; H. Braillard; Vogt.
Floorball Köniz: Eder; Chr. Ledergerber, Dumauthioz; Castrischer, K.Schmocker; Müller Gurtner; Frejd, Wälti, J. Ledergerber; Antener, Hutzli, Maurer; Saner, O. Schmocker, Baumann; Pillichody; Ruh; Herzog; Körner;
Bemerkungen: Alligator Malans ohne P. Vetsch (krank), Floorball Köniz ohne Kjellmann (krank) Kuchen, Zaugg (beide verletzt).
Beste Spieler: Patrick Künzli für UHC Alligator Malans, Jens Frejd für Floorball Köniz

 

 

Jeff 85.1.112.105

20:49:10
21. 11. 2016
Schade, Köniz hätte es verdient gehabt
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2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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