05.
2016
Rüttimann geht zu IKSU
Nach drei Jahren auf der Insel Gotland verlässt Corin Rüttimann den SSL-Verein Endre in Richtung Norden zu IKS Umea. Dort will die gebürtige Churerin ihren Goldtraum verwirklichen. Auch Nina Bärtschi bleibt IKSU weiter treu.
Seit längerem war ein Wechsel bei Corin Rüttimann ein Thema. Möglichkeiten - neben dem Verbleib bei Endre, welches in dieser Saison endlich den Vorstoss in den Halbfinal geschafft hatte - gab es viele, gilt doch Rüttimann als eine der besten Spielerinnen der Unihockey-Welt. Nun sind die Würfel gefallen: Die Reise geht für die 24-Jährige in Umea bei Vorzeigeverein IKSU weiter.
Das Universitätsteam gewann viermal die schwedische Meisterschaft, zuletzt vor vier Jahren. In diesem Jahr schloss IKSU die Qualifikation auf Rang 2 ab, scheiterte dann aber im Halbfinal knapp an Vorjahresmeister Mora (1:3 Siege). Zweimal verlor IKSU mit einem Tor Unterschied, das vierte Spiel sogar erst im Penaltyschiessen.
«Ich brauchte eine neue Herausforderung», sagt Corin Rüttimann nach ihrem Entscheid. Die 77-fache Schweizer Internationale besuchte am letzten Wochenende IKSU und trainierte auch mit. Das gab den entscheidenden Ausschlag. «Ein sehr wichtiger Transfer für uns», freute sich IKSU-Sportchef Jocke Sjöström nach der Unterzeichnung.
Rüttimann wurde vorige Woche hinter WM-MVP Anna Wijk und der finnischen Spielerin des Jahres, Jonna Mäkelä, zur drittbesten Spielerin der Welt gewählt und stand 2011 und 2015 im WM-Allstar-Team. Mit dem Wechsel nach Umea bedankte sich die Stürmerin bei ihren ehemaligen Endre-Teamkolleginnen für drei tolle Jahre. «Ihr habt mir viel beigebracht, ich werde euch vermissen». Bei IKSU hofft sie nun, um die schwedische Meisterschaft mitspielen zu können.
Update:
Bei IKSU wird Corin Rüttimann nicht die einzige Schweizerin sein. Natikollegin Nina Bärtschi hat ihren Vertrag verlängert und bleibt eine weitere Saison in Umea. Nach einem Traumstart zu Saisonbeginn stoppten Verletzungsprobleme Bärtschi kurzfristig. Trotzdem reichte es in der Premierensaison zu 21 Toren und 20 Assists. Das bedeutete Rang 13 der SSL-Skorerliste. An der letzten WM in Tampere bildeten Bärtschi und Rüttimann ein gefährliches Angriffsduo.