12.
2016
Lok Reinach siegt zum Jahresende
Nach dem Sieg im Spitzenspiel gegen die Bern Capitals schliessen die Wynentaler das Jahr erfolgreich ab und verbringen die Festtage auf dem vierten Tabellenplatz.
Ein Reinacher Rückpass, welcher von den Bernern abgefangen und eiskalt verwertet wurde, läutete das Torspektakel vom Samstag ein. Nur vier Minuten später war der Schaden behoben, denn Sommerhalder und Micha Hediger brachten ihre Farben zum ersten mal an diesem Abend in Front. Durch hartnäckiges Nachsetzen in der Reinacher Spielhälfte glichen die Hauptstädter in Unterzahl noch vor der Pause aus.
Von der Torfolge her ist das Mitteldrittel eine Kopie des Startdrittels, wobei die Gäste wiederum kurz vor dem Pausenpfiff ausgleichen konnte.
Die Zuschauer hatten bis anhin eine schnelle, attraktive und spannende Partie gesehen. Und wer hoffte, dass es im Schlussdrittel so weitergeht wurde nicht enttäuscht, nein im Gegenteil. Es gab sogar noch mehr Tore als bis anhin und die Führung sollte noch zweimal wechseln. Reinach erspielte sich mit Armin Frey und Michael Gürber den ersten zwei Tore Vorsprung in diesem verrückten Spiel. Dann war die Reihe mit dem Tore schiessen wieder an den Gästen aus der Hauptstadt. Mit einem Sonntagsvolleyschuss, zwei Kontern und einer schönen Passkombination lag nun Bern um zwei Längen vorn. Was nun folgt war wie ein verfrühtes Reinacher Weihnachtsgeschenk. Vier Zeigerumdrehungen vor der Schlusssirene konnte Sommerhalder durch einen Schuss ins Lattenkreuz den Rückstand um ein Tor verringern. Die Minuten verstrichen nun hartnäkig und Micha Hediger konnte 47 Sekunden vor Spielschluss mit seinem zweiten Treffer, wiederum ein weiterer verwerteter Abpraller den Ausgleich markieren. 17 Sekunden vor dem Schlusspfiff wurde ein Berner wegen Handspiel in die Kühlbox geschickt, und auf Reinacher Seite stieg nun die Hoffnung auf einen späten Sieg. Fünf Sekunden später wechselte nun die Führung zum fünften Mal an diesem Abend, denn Sommerhalder nutzte die nummerische Mehrheit mit einem Weitschuss aus. Bern setzte nun alles auf eine Karte und ersetzte den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Lukas Hediger gewann das anschliessende Bully, er blieb in Ballbesitz und schob den Ball zum zwei Tore Sieg ein.
In einem denkwürdigen Spiel, welches beste Werbung für den Unihockeysport war, machten die Reinacher nun definitiv den schwachen Saisonstart vergessen. Die Weihnachtspause verbringt Lok auf dem vierte Platz, mit nur zwei Zählern Rückstand auf den zweiten Rang. Die erstplatzierten Eggiwiler mit sechzehn Punkten Vorsprung auf Reinach sind wohl nicht mehr einzuholen.
UHC Lok Reinach - Bern Capitals 10:8 (2:2, 2:2, 6:4)
Pfrundmatt, Reinach AG. 140 Zuschauer. SR Anderegg/Röder.
Tore: 8. Sutter (Baumann) 0:1. 9. Sommerhalder (Micha Hediger) 1:1. 12. Micha Hediger (Sommerhalder, Ausschluss Bern) 2:1. 20. Stettler (Sutter, Ausschluss Bern!) 2:2. 23. Tröhler (Schwab) 2:3. 33. Richner (Fuchs) 3:3. 36. Wullschleger (Krebs) 4:3. 39. Stettler (Danuser, Ausschluss Reinach) 4:4. 44. Armin Frey (Micha Hediger) 5:4. 48. Michael Gürber (Galliker) 6:4. 49. Tröhler (Danuser) 6:5. 54. Stettler (Tröhler) 6:6. 55. Lussi (Burgherr) 6:7. 56. Tröhler (Brugger) 6:8. 57. Sommerhalder (Lukas Hediger) 7:8. 59.13 Micha Hediger (Andreas Frey) 8:8. 59.48 Sommerhalder (Andreas Frey, Ausschluss Bern) 9:8. 59.51 Lukas Hediger 10:8.
Strafen: 3mal 2 Minuten, 1mal 10 Minuten (Richner) gegen UHC Lok Reinach. 3mal 2 Minuten gegen Bern Capitals
UHC Lok Reinach: Schaffner, Hug; Michael Gürber, Geiregger, Armin Frey, Wullschleger, Lukas Hediger, Richner, Marco Gürber, Sommerhalder, Micha Hediger, Andreas Frey, Dünki, Krebs, Galliker, Fuchs, Remund, Siegrist
Bern Capitals: Nydegger, Minder; Burgherr, Wieland, Lussi. Baumann, Tröhler, Danuser, Stettler, Schwab, Walther, Mühlematter, Hählen, Kohler, Riedi, Brugger, Coray, Sutter, Wanzenried