07.
2014
Prague Games Zug United: Tag 4
Am Mittwoch startete das offizielle Prague Games-Turnier. Alle 18 Teams der Delegation Zug Uniteds absolvierten ihre ersten Ernstkämpfe, nachdem sich die Zuger in den letzten zwei Tagen intensiv auf das bevorstehende Turnier vorbereitet hatten.
Die Bilanz nach den ersten Gruppenspielen lässt sich sehen: 17 Siegen stehen 14 Niederlagen und 5 Unentschieden gegenüber. Die Resultate der einzelnen Teams können auf der offiziellen Prague Games-Website (www.praguegames.cz/en) abgefragt werden.
In diesem Jahr das erste Mal mit der Zentralschweizer Delegation dabei, sind die beiden NLA-Spielerinnen Priska von Rickenbach (Zug United, neu IBF Falun, SWE) und Nadine Handl (Piranha Chur). Während der Prague Games-Woche coachen sie zusammen mit Flavia Wollschlegel und Sarah Schneider das Girls 18-Team.
Interview mit Priska von Rickenbach und Nadine Handl
Aus welchem Grund seid ihr an den diesjährigen Prague Games dabei?
Priska von Rickenbach: Ich wollte schon in den letzten Jahren an die Prague Games kommen, jedoch war es vom Job her nicht möglich. Dieses Jahr wurde ich vom OK angefragt, ob ich Zeit habe. Da sagte ich gerne zu.
Nadine Handl: Bei mir war es eher Zufall, da ich bei der Anfrage von Priska am gleichen Tisch sass. Ich habe vorher noch nie etwas über die Prague Games gehört, da es im Bündnerland nicht so bekannt ist.
Am ersten Turniertag resultierten aus zwei Spielen zwei Unentschieden (0:0 und 1:1). Was fehlte zum Sieg?
Handl: Unserem Team hat die letzte Konsequenz gefehlt, zahlreiche Chancen wurden nicht genutzt. Zusätzlich hatten die Spielerinnen zu viel Respekt von den Gegnern.
Von Rickenbach: Es wird schwer, wenn man keine Tore schiesst.
Was ist euer Ziel an den diesjährigen Prague Games?
Von Rickenbach: Wir haben uns zum Ziel gesetzt, um die Medaillen zu spielen. Dieses Ziel wurde am Kickoff-Day als Team-Commitment festgelegt. Jedoch sind wir uns bewusst, dass es ein hoch gestecktes Ziel ist.
Was waren die grössten Herausforderungen bei der Bildung eines Teams aus verschiedenen Clubs?
Von Rickenbach: Neben dem Feld mussten wir praktisch nichts zum Teambuilding beitragen, da sich die meisten bereits vor den Prague Games kannten.
Handl: Alle Spielerinnen, welche neu dazu gekommen sind, wurden gut ins Team integriert. Schwierig war, dass die Spielerinnen in ihren Vereinen mit unterschiedlichen Spielsystemen arbeiten. So mussten wir einigen Spielerinnen unser System erklären, da einige fast nur Kleinfeld-Erfahrungen vorweisen können. Wir mussten individuell auf unsere Girls eingehen.
Könntet ihr euch vorstellen, nach eurer Aktivkarriere an der Bande zu stehen? Wenn ja, in welcher Alterskategorie?
Von Rickenbach: Ich war bereits vier Jahre Trainerin, der Zeitaufwand war jedoch enorm. Nach meiner Aktivkarriere könnte ich mir gut vorstellen wieder ein Team zu trainieren. Vorzugsweise würde ich lieber ein Leistungsteam, das ambitioniert ist, coachen.
Handl: Im letzten Jahr habe ich lange überlegt, ob ich ein Traineramt übernehmen möchte. Am liebsten C- oder B-Juniorinnen, welche ich von Grund auf ausbilden kann.