04.
2014
Regelupdate 2014
Alle vier Jahre überarbeitet der internationale Unihockey-Verband (IFF) das Regelwerk. Die Schweiz ist dazu verpflichtet, die Änderungen in ihr Reglement einzupflegen. Hier die Änderungen.
Wie im unihockey.ch-Printmagazin Nr. 89 berichtet, werden alle vier Jahre die Unihockey-Regeln vom internationalen Verband (IFF) gründlich untersucht. Die IFF-Mitgliedsländer sind danach verpflichtet, die Regeländerungen umzusetzen. Lediglich Interpretationen können sie erlassen, aber im Grunde bleiben die Regeln gleich. Die wichtigsten Punkte werden nachstehend aufzeigen. Alle Regeländerungen sind in einem speziellen Link angehängt.
Fusspass als grosse Änderung
Eine Regeländerung ist äusserst markant: Der Passus «Fusspass» wird aus dem Reglement gestrichen, sprich der Fusspass erlaubt. Zu einem Fussballspiel wird Unihockey trotzdem nicht verkommen. Der Passus «Fussspiel», also das mehr als einmalige Berühren des Balles mit dem Fuss, bleibt nach wie vor gültig. Was das bedeutet möchten wir in den folgenden Beispielen aufzeigen:
• Fall 1: Spieler A kickt den Ball Richtung Tor. Spieler B lenkt den Ball unabsichtlich mit dem Stock ins Tor, so zählt dieses.
• Fall 2: Spieler A kickt den Ball Richtung Tor. Wird der Ball von einem Gegenspieler abgelenkt (egal mit dem Stock oder dem Körper), so zählt dieses Tor nicht.
• Fall 3: Spieler A kickt den Ball Richtung Tor. Spieler B lenkt den Ball mit einem beliebigen Körperteil absichtlich (aktiv) ins Tor, so zählt dieses Tor nicht.
• Fall 4: Spieler A will Spieler B einen Fusspass zuspielen, welcher vom Gegenspieler ins Tor abgelenkt wird, so zählt dieses Tor.
Zweiminuten-Strafe für das Team, das zu lange in der Pause bleibt
Auf die neue Saison hin wird die Zweiminutenstrafe eingeführt, wenn ein oder beide Teams unmittelbar nach der Pause nicht spielbereit sind. Aber was heisst das genau?
Interpretation:
1. Spielbereit bedeutet, dass sich mindestens 4 Spieler (Grossfeld) bzw. 3 Spieler (Kleinfeld) nach dem unmittelbaren Pausenende bereit auf dem Spielfeld zum Wiederanpfiff befinden, sowie alle Spieler, deren Strafen gemäss Spielreglement (SPR) Art. 6.1.2 in den nächsten Spielabschnitt übernommen werden, wieder auf der Strafbank Platz genommen haben.
2. Ist ein Team nicht bereit, wird eine Zweiminutenstrafe gegen das fehlbare Team ausgesprochen. Das Verfahren zur Benennung des Feldspielers, der die Strafe absitzt, richtet sich nach SPR Art. 6.1.1.
3. Für die Einhaltung sind nicht die Schiedsrichter zuständig, sondern die Teams selbst.
Kleine aber feine Änderung bei der Vorteilshandhabung
Im neuen Reglement steht: «Wird das Spiel während eines laufenden Vorteils unterbrochen, weil das nicht fehlbare Team den Ball verliert, so wird der darauf folgende Freischlag am Ort des letzten Vergehens ausgeführt.» Bis anhin wurde der Freischlag immer am Ort des ursprünglichen Vergehens ausgeführt.
Schutzbrillen neu verboten?
Nein! Hier liegt das Problem im Detail. Der IFF hat empfohlene Schutzbrillen, welche erlaubt sind. Ebenso sind Schutzbrillen mit einer CE-Zertifizierung erlaubt, welche den Unihockey-Schutzbrillen entsprechen. Solche Schutzbrillen sind natürlich erlaubt. In diesem Reglementspunkt geht es darum, dass verletzungsgefährliche Brillen etc. verboten sind. Ebenso, dass niemand mit einer Skibrille auf dem Feld stehen darf.