04.
2012
Finalissima im Thurgau
In Weinfelden geht es heute um die Wurscht: Langenthal-Aarwangen (NLB) und Floorball Thurgau (1. Liga) kämpfen in den Auf-/Abstiegsspielen um den letzten NLB-Platz. Eine unerwartete Finalissima.
Vor zwei Jahren posierte die 1. Liga-Equipe von Floorball Thurgau für das Teamfoto auf einer Baustelle, um den Umbruch im Kader des ehemaligen B-Ligisten auch optisch darzustellen. Nur knapp entgingen die Thurgauer in der folgenden Saison dem Abstieg. Mittlerweile ist der Thurgauer Umbau offensichtlich abgeschlossen. Mit einem Punkt Vorsprung gewann FBTG die 1. Liga Gruppe 2 vor Favorit Vipers InnerSchwyz. Vor zwei Saisons träumte Langenthal-Aarwangen (ULA) vom Aufstieg in die SML. Mit Hilfe von schwedischen Stars wollte einer der grössten Vereine der Schweiz in die Belle Etage. In den Playouts endete der Traum.
Nun spielen aber Thurgau und ULA um den letzten NLB-Platz. Vor allem für die Berner ein nächster „Negativ-Höhepunkt" in einer unglücklich verlaufenen Saison. Anfangs Saison standen im Kader des tschechischen Nationaltrainer Tomas Trnavsky zwei Tschechen und Finnen, sowie auf Abruf ex-Natistar Roger „Magic Man" Gerber. Die Finnen Antti Kauppinen und Matti Keltanen kamen aber nicht auf Touren und mussten an Weihnachten gehen. Dafür kam der ehemalige Nativerteidiger Jonas Schneeberger von Wiler-Ersigen zu seinem Stammclub zurück.
Besser wurden die Resultate aber nicht. Praktisch die ganze Saison lag ULA unter dem NLB-Playoff-Strich. In der ersten Playout-Serie gegen Zürisee gewann ULA die Spiele 2 und 3 in der Verlängerung, noch ein Sieg fehlte zum Verbleib. Doch nun gewannen die Zürcher Seebuben ebenfalls die beiden nächsten Spiele in der Overtime. Auch gegen Thurgau stand ULA letzten Samstag bereits mit einem Bein in der NLB: 5:1 führten die Oberaargauer nach zwei Dritteln. Doch Thurgau bewies Biss, kämpfte sich zurück - und gewann tatsächlich noch in der Verlängerung 6:5.
Nun geht es im dritten Spiel heute Abend in Weinfelden in der Paul-Reinhart-Halle um 19 Uhr für ULA darum, die Saison noch zu retten. Für Floorball Thurgau ist das zusätzliche Heimspiel das „Chriesi" auf den Dessert einer erfolgreichen Saison. „Einiges passt derzeit bei uns zusammen", freut sich Spielertrainer Beni Bötschi. Vor Spiel 3 ist er optimistisch gestimmt. „Wir haben nichts zu verlieren und können unsere Stärken, die Leidenschaft und den Kampf, ausspielen", so Bötschi. Erwartet wird eine volle Halle in Weinfelden. Feiern wird am Ende so oder so eine Mannschaft.
Trailer - FBTG vs. ULA from FruitJuicer Production on Vimeo.