09.
2014
Höhere Erwartungen an die Skorps
Nach dem Sieg über die Red Ants stand Skorpion Emmentals Verteidigerin Lisa Liechti Red und Antwort. Über knappe Siege, Playoff-Ambitionen und den Status des einzigen Teams ohne Ausländerin.
Der Auftakt ins letzte Wochenende war nicht so berauschend - nur ein 1:0 gegen die Floorball Riders.
Lisa Liechti: Wir haben die frühe Führung souverän verteidigt... Nach den vielen knappen Niederlagen in der letzten Saison haben wir vor, jetzt ebenso oft knapp zu gewinnen (lacht).
Auch gegen die Red Ants gab es einen Sieg, diesmal nach Penaltyschiessen. Dein Kommentar zum Spiel?
Wir wussten, dass die Red Ants läuferisch stark sind, dass wir hinten dicht machen und auf Konter lauern müssen. Beide Seiten schlossen in den Mitte die Räume, daher gab es nur wenige Chancen auf beiden Seiten. Wir wollten einfach 60 Minuten kämpfen. Das ist uns gelungen.
Und das sogar mit drei Linien, obwohl mit Karin Beer, Fabienne Walther und Larissa Locher wichtige Spielerinnen derzeit fehlen.
Ja, es rücken einfach Junge nach, die sich zeigen können. Am Anfang müssen sie ein wenig unten durch, aber sie entwickeln sich sehr gut.
Die Jungen rücken nach... Du wirst im Oktober erst 20, gibst aber schon den Ton an.
(lacht) Wir hatten letztes Jahr nicht so viele Verteidigerinnen, da spielte ich automatisch viel. Und wie letzte Saison verteidige ich mit Angela Gerber, das hilft auch - wir wissen bereits, wer wie läuft und wer was macht. So kann ich auf dem Platz etwas die Sprecherin sein. Zudem kennen sich ja die meisten Spielerinnen schon seit Jahren aus den Juniorinnen-Zeiten.
Der Sieg gegen die Red Ants war eigentlich keine Überraschung - alle erwarten, dass es mit Skorpion Emmental weiter aufwärts, sprich in die Playoffs geht. Belastet diese Erwartungshaltung nicht?
Wir sind in der letzten Saison selber vom Erfolg überrumpelt worden. Jetzt sind die Erwartungen auch bei uns gestiegen. Natürlich wollen wir in die Playoffs - ob auf Rang 1 oder 4 spielt dabei keine Rolle.
Dabei ist Skorpion das einzige Team ohne eine einzige Ausländerin.
Darauf sind wir schon etwas stolz. Aber das heisst ja nicht, dass dies ewig so bleiben muss. Wenn eine Ausländerin, muss sie klar besser sein als wir. Ansonsten ist es sinnvoller, weitere Junge nachzuziehen und auf die eigenen Kräfte zu setzen. Wir haben ja alle unsere Möglichkeiten noch nicht ausgereizt.
Mehr zu Lisa Liechti lesen Sie in der Oktober-Ausgabe des Printmagazins.