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Mirjam Wyss: "Unser System ist sehr lauffreudig"
Kurz nach ihrem 20. Geburtstag erlebt Mirjam Wyss eine aufregende Zeit: Erstmaliger Gewinn des Supercups mit den Wizards, das anstehende Länderspiel-Debüt mit dem A-Nationalteam und danach die Premiere im Champions Cup. Wir konnten uns mit der Trimbacherin nach dem Sieg gegen Zug unterhalten.
Blicken wir zuerst zurück auf der Spiel im Supercup gegen Zug. Vor dem 2:0 in der 28. Minute musste man sich bei den Wizards eigentlich nur über die mangelnde Effizienz beklagen - das spricht aber auch für eure Leistung. Ging der Gameplan bis dahin auf?
Mirjam Wyss: Uns hat letzte Saison besonders die gute Defensive ausgezeichnet. Daher war klar, dass dies auch diese Saison ein Schlüssel zum Erfolg sein soll. Gegen Zug hatten wir bereits eine Woche vor dem Supercup ein Testspiel, wo wir auch viele gute Torchancen hatten, diese aber nicht immer verwerten konnten. Darum haben wir uns für heute vorgenommen, im Angriff effizienter zu sein. Das hat besonders im Mitteldrittel dann auch sehr gut geklappt.
Was ist beim zweiten Tor genau passiert? Du hast geschossen und irgendwann war der Ball drin, wisst ihr selber wie das genau lief?
Ich bin auch nicht ganz sicher. Ich glaube, Dana (Misteli, die Red.) hat ihn noch berührt, aber ganz sicher sind wir uns nicht. Wichtig war es auch in diesem Moment einfach, den Ball in Richtung Tor zu bringen - so bekam er die Chance, irgendwie noch rein zu kullern...
Bei euch gab es fast keine Wechsel, worauf lag der Fokus im Sommer?
Wir haben vor allem versucht, möglichst schnell wieder unser bestes Niveau zu erreichen, mit unserem System und unseren Prinzipien. Wir wollten die neuen Spielerinnen bestmöglich integrieren, mit unserem Spiel vertraut machen und alle zusammen dort anzuknüpfen, wo wir letzte Saison Erfolg hatten. Dann ging es darum, auch die Sachen zu verbessern, wo wir noch Mankos hatten.
Athletisch habt ihr gegen Zug überlegen gewirkt, war das auch ein Schwerpunkt oder gehört das einfach dazu, quasi als Wizards-DNA, dieses kämpferische und athletische Spiel?
Ja, wir hatten auf alle Fälle ein hartes Sommertraining, mit Athletik- und Krafttraining, und unser System ist tatsächlich sehr lauffreudig, so würde ich das jetzt mal beschreiben. Das setzt voraus, dass alle athletisch auf einem guten Niveau sind.
Jetzt habt ihr den Supercup gewonnen - bei einigen, so auch bei dir, geht es gleich Schlag auf Schlag weiter: EFT, Saisonstart, Champions Cup... Wie blickst du auf diese Zeit voraus, mit einem Highlight nach dem anderen?
Die Vorfreude ist tatsächlich riesig. Erste A-Länderspiele, dann noch daheim und mit meiner Schwester zusammen, darauf freue ich mich extrem. Auch erstmals im Champions Cup dabei zu sein, ist phantastisch. Ich versuche, das alles bestmöglich zu geniessen. Dazwischen achte ich auch darauf, die nötige Zeit der Regenation zu widmen, damit ich dann voll parat bin, wenn es um etwas geht.