18.
09.
2012
NLA Frauen | Autor: Uimonen Antti

Sarah Schwendener tritt zurück

Die langjährige Dietlikon- und Nationaltorhüterin Sarah Schwendener tritt mit sofortiger Wirkung vom Unihockey zurück und steht dem UHC Dietlikon somit nicht mehr zur Verfügung.

Sarah Schwendener tritt zurück Sarah Schwendener muss aufhören (Bild Florian Büchting)

Acht Jahre Dietlikon, acht Jahre NLA respektive SML. Vier Schweizer Meistertitel, drei Cupsiege und zwei Europacup-Siege. WM-Silber in Västeras 2009 und insgesamt 29 Länderspiele. Ein beeindruckendes Palmares für jede Sportlerin. Schwendener beansprucht diese Erfolge bereits mit 24 Jahren für sich.

Doch nun ist Schluss! Die Zürcherin hat sich aufgrund der angestiegenen beruflichen, schulischen und sportlichen Anforderungen entschlossen, den Unihockeysport vorerst ruhen zu lassen. Schwendener begann im Frühling eine berufsbegleitende Weiterbildung welche sie so stark beansprucht, dass es nicht mehr möglich ist gleichzeitig Unihockey auf höchstem Niveau zu spielen.

„Die Belastung der Kombination Arbeit, Schule und Unihockey ist sehr hoch und hat mich in den letzten Monaten an den Rand meiner Kräfte gebracht. Meine ganze Wochenplanung war gewaltig und die Leichtigkeit ging verloren. Es kam soweit, dass ich merkte, dass Unihockey für mich kein Ausgleich mehr war, welcher mir Freude bereitet, vielmehr ein kräfteraubender Akt. Ich habe lange überlegt und versucht irgendwie alles zu drehen und zu wenden, aber ich musste mir selbst eingestehen, dass es so nicht weitergeht. Mit einer solchen Überbelastung kann man irgendwann nicht mehr überall 100 Prozent geben. Ich selbst bin eine Person, die etwas richtig oder gar nicht macht. Daher habe ich mich schweren Herzens entschlossen, mich per sofort vom Unihockey zurück zu ziehen und meinen Fokus auf meine Weiterbildung und meine Arbeit zu setzen. Meinem Team wünsche ich nur das Beste für die kommende Saison!, kommentiert Schwendener ihren Entscheid.

Cheftrainer Beni Cernela bringt für den Entscheid Schwendeners Verständnis auf: „Ich kann Ihre Situation zu 100 Prozent verstehen. Der Druck wird auch im Unihockey immer grösser, immer wird mehr verlangt, mehr Zeit investiert. Da wir in unserer Sportart „leider" immer noch zu wenig Ansehen geniessen, den Spielerinnen zu wenig bieten können, entscheiden sich viele für eine Weiterbildung. Um den Anforderungen im Spitzen-Unihockey gerecht zu werden, muss man Opfer bringen und auf vieles verzichten. Irgendwann ist da die Grenze erreicht. Ich bin nicht enttäuscht von Sarahs Entscheidung, viel mehr macht es mich traurig. Eine Persönlichkeit mehr, welche viel zu früh die Bühne des Unihockeys verlässt. Nicht nur Ihre Leistungen werden uns fehlen, vielmehr der Mensch Sarah Schwendener mit Ihrer positiven und immer fröhlichen Ausstrahlung."

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

Quicklinks