23.
11.
2003
NLA Frauen | Autor: UHC Dietlikon

Damen NLA: Erste Saisonniederlage für Meister Dietlikon

Der UHC Dietlikon ging am Sonntag zum ersten Mal seit dem 19.April, seit dem Gewinn des ersten Schweizer Meister Titels, in einem Meisterschaftssspiel als Verlierer vom Platz. Das Spitzenspiel gegen die Zuger Highlands ging mit 4:5 verloren, nachdem man nach 40 Minuten noch 3:2 in Führung lag. Der UHC Dietlikon muss sich selber an der Nase nehmen. Zuviele Chancen wurden vergeben und am Ende schlichen sich auch noch Fehler in der Defensive. Noch bleibt der UHCD trotz dieser Niederlage an der Spitze, allerdings kommen die Verfolger wieder näher.

Das siebte Spiel sollte es also sein und man kommt schon fast in Versuchung zu sagen, das verflixte siebte Spiel. Allerdings verflixt war eher die Leistung der Dietlikerinnen. Die Statistikblätter weisen deutlich mehr Abschlüsse für den UHCD auf als noch für Zug. Was aber kann man sich am Ende dafür kaufen? Nichts! Denn die Highlands machten nicht nur den Rückstand nach 40 Minuten wett, sie nutzten auch die Fehler in der Defensive des Meisters kaltblütig aus und gewannen am Ende knapp.

Dabei hatte die Partie für den UHC Dietlikon gar nicht schlecht begonnen.Das Trainertrio Claude Bolliger, Urs Gartmann und Regula Viridén begann erstmals in dieser Saison mit zwei Linien. Im ersten Block verteidigte neben Simone Berner neu Gaby Gut, vorne agierten neben Center Karolina Widar, wie gewohnt Natalie Stadelmann und Mirca Anderegg. Neu in der zweiten Linie war Aurelia Pescador als Center, Elvira Schmidlin und Sarah Schäfer waren die Flügel. Defenviv im zweiten Block spielten standardgemäss Anna Bürgi und Martina Walder. Diese Umstellungen gaben den Dietliker-Trainern vor allem in den ersten 20 Minuten recht. nach zwei Minuten führte der Meister bereits durch die Tore von Natalie Stadelmann und Sarah Schäfer mit 2:0. "Wir haben einen optimalen Start erwischt. Es lief uns wirklich gut", meinte Dietlikon-Stürmerin Mirca Anderegg. Auch nach dem Anschlusstreffer der Zugerinnen liess sich der UHCD nicht aus der Ruhe bringen. Mirca Anderegg selber erhöhte in der elften Minute auf 3:1. " Alles schien wieder mal so einfach für uns und der Vorsprung war verdient", sagte Trainer Claude Bolliger.

Das Mitteldrittel war dem ersten sehr ähnlich. Dietlikon erarbeitete sich Chance um Chance. Das Schussverhältnis der zweiten zwanzig Minuten lautete 26:15 Abschlussversuche zugunsten der Dietlikerinnen. Allerdings war es die Tschechin Diana Brennerova, welche die Zuger in der 33.- Minute auf 2:3 heranbrachte. " Es war Zugs erste richtige Chance im Mitteldrittel. Umso ärgerlich darum der Gegentreffer"; erklärt Claude Bolliger. Und auch Mirca Anderegg spricht Klartext: "Laura Tomatis im Tor der Zuger Highlands hat eine grossartige Partie gespielt. Aber das ist keine Ausrede. Wir haben unglaublich viele Torchancen ausgelassen. Und dies rächt sich während des Spiels früher oder später." Wie recht Anderegg doch haben sollte. Kaum war der letzte Spielabschnitt angepfiffen schon fiel der 3:3-Ausgleichstreffer für die Innerschweizerinnen. Erneut war die Tschechin Diana Brennerova erfolgreich. Zug spielte nun immer besser, beim UHC Dietlikon schlichen sich einige Fehler in der Defensive ein. Und schon war es passiert die Zürcherin im Dienst der Highlands Jolanda Rothenfluh und zum dritten Mal Diana Brennerova brachten die Zugerinnen 5:3 in Führung. Die Vorentscheidung war gefallen. Die Zugerinnen fielen vor allem durch ihr schnelles Kombinationsspiel auf. Aber auch die Kaltblütigkeit die Fehler des Meisters eiskalt zu nutzen, sprach am Sonntag für die Innterschweizerinnen. Der Anschlusstreffer von Natalie Stadelmann zum 5:4 war nur noch Resultatkosmetik. Dietlikon musste sich zum ersten Mal in dieser Saison geschlagen geben. "Die Niederlage ist wahrscheinlich zum richtigen Zeitpunkt gekommen", erklärt Trainer Claude Bolliger. "Spätestens jetzt hat das Team gemerkt, dass wir noch viel arbeiten müssen. Wir haben wie gesagt immer ein bisschen das Gefühl gehabt, uns kann nichts passieren. Diese Niederlage, so sehr sie auch schmerzt muss uns nun wieder wachrütteln, vor allem im Hinblick auf den Europacup." Auch Stürmerin Mirca Anderegg sucht keine Ausreden für die Niederlage:" Zug hat gut gespielt und die wichtigen Treffer erzielt. Wir nicht. Daran müssen wir unbedingt arbeiten. Die Welt geht sicher nicht unter, im Gegenteil. Obschon wir jetzt verloren haben, wir werden unseren Weg gehen, davon bin ich überzeugt. Und wie gesagt, wer soviele Chancen vergibt, wie wir in Zug, der muss sich nicht wundern."

Der UHC Dietlikon wird sich bereits am Samstag wieder rehabilitieren können. Dann nämlich trifft er um 15.00 Uhr in der Sporthalle Hüenerweid in Cup 1/4-Finals auf die Bern Capitals. Einen Tag später geht es dann in die Saalsporthalle zum Kantonalderby gegen die Grasshoppers.


Zuger Highlands - UHC Dietlikon 5:4 (1:3, 1:0, 3:1)
Schönenbühl, Unterägeri - ??? Zuschauer
SR: Schlichtinhg/Scheidegger
Tore: 2 (1:18) Stadelmann (Anderegg) 0:1. 2. (1:42) Schäfer (Schmidlin) 0:2. 9. Furger (Steiner) 1:2. 11. Anderegg (Widar) 1:3. 30. Brennerova (Tomatis) 2:3. 44. Brennerova (Rohrer) 3:3. 55. Rothenfluh (Steiner) 4:3. 57. Brennerova (Schäpper) 5:3. 58. Stadelmann (Berner) 5:4
Strafen: 2x2' Zug; 1x2' Dietlikon
Zuger Highlands: Tomatis; Huber, Schäpper; Moser, Hofstetter; Grossniklaus, Besmer; Enzler, Rüegg, Riimeyer; Ertürk, Brennerova, Kathriner; Furger, Steiner, Rothenfluh; Rohrer
UHC Dietlikon: Meier (Leuenberger); Berner, Gut; Walder, Bürgi; Heusser;Widar, Stadelmann, Anderegg; Pescador, Schmidlin, Schäfer; Aeschlimann
Bemerkungen: Dietlikon ohne Giezendanner und Bretscher (verletzt), Schlatter und Tester (rekonvaleszent) Kathriner (Zug) nach 20 Minuten mit Augenverletzung ausgeschieden
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1.Floorball Fribourg+4053.000
2.Ad Astra Obwalden+2950.000
3.Kloten-Dietlikon Jets+6548.000
4.UHC Thun+6247.000
5.Unihockey Limmattal-434.000
6.Ticino Unihockey-1430.000
7.UHC Lok Reinach-1630.000
8.I. M. Davos-Klosters-529.000
9.Regazzi Verbano UH Gordola-2723.000
10.UHC Grünenmatt-3919.000
11.UHT Eggiwil-4617.000
12.UHC Sarganserland-4516.000
1.Waldkirch-St. Gallen+6146.000
2.Unihockey Basel Regio+2338.000
3.UH Lejon Zäziwil+3137.000
4.Nesslau Sharks+734.000
5.UH Appenzell+2229.000
6.Chilis Rümlang-Regensdorf+829.000
7.Floorball Uri+1628.000
8.Visper Lions-5312.000
9.UH Red Lions Frauenfeld-339.000
10.UH Zulgtal Eagles-828.000

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