02.
2020
Red Lions verlieren Heimrecht im letzten Hauptrundenspiel
Für die Red Lions Frauenfeld ging es am Sonntag ins Tessin. In Mendrisio fand das letzte Hauptrundenspiel der Frauenfelderinnen statt. Bereits vor dem Spiel war klar, dass die beiden Teams sich in den Playouts wiedersehen werden. Vor dem Spiel waren die Red Lions über den Tessinerinnen platziert und hätten somit das Heimrecht in den Playouts gehabt. Mit einem knappen 4:3 Sieg in der regulären Spielzeit konnte SUM sich das Heimrecht allerdings noch zurückergattern.
Der Anpfiff des Spiels erfolgt um 18 Uhr in Mendrisio. Den Zuschauern zeigte sich von der ersten Minute an ein hartes und umkämpftes Spiel. Schnell war klar, das Frauenfeld in diesem Spiel das Spiel machen musste, und Mendrisotto vor allem auf schnelle Konter setzte. Eine ungewohnte Situation für die Red Lions, da sie die Saison über selbst meistens in der Rolle des defensiveren Gegners agieren mussten. Dennoch meisterte die Mannschaft um Clemens Strub die Aufgabe gut. Nach abgelegter Nervosität lief der Ball sauber über das Feld und die Frauenfelderinnen generierten Torchancen. Von diesen konnte aber nur eine in der 16. Minute genutzt werden. U19 Nationalspielerin Seraina Fitzi war es, die die Gäste in die verdiente Pausenführung schoss.
Nach der Pause zeigte sich ein anderes Bild auf dem Feld. Die Gastgeberinnen drückten mehr, suchten noch mehr Zweikämpfe und machten Druck zum Ausgleich. Dabei wurde das Spiel immer härter und es kam in den ersten zwölf Minuten des Drittels zu drei Zweiminutenstrafen, ein eher ungewöhnliches Bild für die Damen NLA. Mendrisio kämpfe hart, und setzte immer wieder nach, bis sie kurz vor der Pause noch zwei Tore schiessen konnten. Damit ging es aus der Sicht von Frauenfeld mit einem 1:2 Rückstand in die Pause.
In das letzte Drittel starteten die Red Lions wieder mit einer Zweiminutenstrafe. Diese konnten die Tessinerinnen nutzen und vergrösserten den Abstand auf 3:1. Doch bereits drei Minuten später war es wieder Seraina Fitzi, die auf Zuspiel von Norina Lindenstruth den Ball im Netz der Gastgeberinnen zappeln liess. Danach zeigte sich den Zuschauern wieder ein hart umkämpftes Spiel, mit Chancen auf beiden Seiten. In der 54. Und 57. Minute wurden jeweils zwei umstrittene Strafminuten gegen die Doppeltorschützin Fitzi ausgesprochen. Wieder nutze Mendrisio eine Überzahl und stellte den zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Die letzten Minuten wurde nochmals turbulent, mit vielen Unterbrechungen durch Diskussionen. In der letzten Spielminute erhielten die Gastgeberinnen nochmal zwei Minuten. Drei Sekunden später erzielte Jessica Birks den Anschlusstreffer für die Red Lions. Es waren noch 12 Sekunden zu spielen. In diesen wurde noch eine Strafe gegen Damaris Weber ausgesprochen. Begleitet von technischen Problemen gab es viele Diskussionen auf dem Spielfeld. Letztendlich reichten die verbliebenen Sekunden nicht für die Red Lions, um das Spiel zu drehen.
Durch die Niederlage in Mendrisio verlieren die Red Lions ihr Heimrecht für das erste Spiel der Playouts. Dieses wird am Wochenende vom 1. März stattfinden. Der Gewinner der Serie qualifiziert sich direkt für eine weitere Saison in der Nationalliga A. Der Verlierer kann seinen Platz nochmal in einer weiteren Playoutserie gegen den Gewinner der NLB verteidigen, und so weiter in der Liga bleiben.
SU Mendrisiotto - UH Red Lions Frauenfeld 4:3 (0:1, 2:0, 2:2)
Palestra Liceo Cantonale di Mendrisio, Mendrisio. SR Begré/Birbaum.
Tore: 16. S. Fitzi (D. Weber) 0:1. 38. P. Fylke (G. Intraina) 1:1. 40. A. Zulji (S. Teggi) 2:1. 43. P. Fylke (S. Selkäinaho) 3:1. 46. S. Fitzi (N. Lindenstruth) 3:2. 58. P. Fylke (A. Zulji) 4:2. 60. J. Birks (S. Adank) 4:3.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen SU Mendrisiotto. 6mal 2 Minuten gegen UH Red Lions Frauenfeld.
Frauenfeld: S. Steiger, Birks, Hohl, Adank, Meyer, Schlub, Merz, Beck, Fitzi, Lindenstruth, Kradolfer, Müggler, Meister, Vacinova, Senkpiel, A. Steiger, Weber, Brändli, Goetz
Bemerkungen: P. Fylke (SU Mendrisiotto) und S. Fitzi (UH Red Lions Frauenfeld) als beste Spielerinnen ausgezeichnet. Frauenfeld ohne Mahler (abwesend), Lenz, Schmitz, Schnetzer und Hofmann (alle verletzt).