01.
2010
„Hoffentlich können wir den Schwung mitnehmen“
Flügelstürmer Linard Parli durchlief die gesamte Juniorenabteilung von Chur Unihockey. Mittlerweile steht er in seiner zweiten Saison für die Grashoppers im Einsatz, welche die Qualifikation auf dem zweiten Rang abschlossen. Für die Playoff-Viertelfinals wählten sie Rychenberg Winterthur als Gegner.
Linard, gegen Rychenberg habt ihr diese Saison in drei Pflichtspielen zweimal verloren. Wieso habt ihr sie dennoch ausgewählt für die Playoffs?
Es war relativ klar, dass wir entweder Chur oder den HCR wählen würden, sollten wir auswählen können. Was genau den Ausschlag gegeben hat, weiss ich nicht. Die bisherigen Resultate haben jetzt allerdings keine Bedeutung mehr. Letztlich ist dies aber auch nicht entscheidend, auf wen wir treffen. Wir hätten gegen beide gewinnen müssen, wenn wir etwas erreichen wollen. Und das wollen wir.
Worauf müsst ihr dabei besonders achten?
Darauf, dass wir die Aufwärtskurve fortsetzen können. Nach dem mässigen Start hat die Mannschaft sich selbst und ihr Spiel gefunden. Wir haben zwar nicht immer brilliert, aber meist gewonnen. Eine wichtige Eigenschaft für die Playoffs. Ebenso, dass wir nicht von einzelnen Spielern abhängig sind - viele können den Unterschied machen. Interessant und entscheidend wird sein, wie wir mit Niederlagen, die sicher kommen werden, umgehen.
Zu Saisonbeginn sah es noch nicht so aus, als ob es für euch etwas zu wählen gäbe. Nach vier Spielen lagt ihr am Tabellenende. Hat euch das nicht beunruhigt?
Klar sind die ausbleibenden Erfolge nicht an allen spurlos vorbeigegangen, eine gewisse Nervosität kam schon auf. Allerdings hatten wir ein happiges Startprogramm und trafen gleich auf die Topteams. Meist waren wir nahe dran - und dass man nicht immer alle engen Spiele verlieren kann, stimmte uns, nebst den auf dem Papier einfacheren Gegnern, zuversichtlich.
Wie schätzt du deine eigene Quali-Leistungskurve ein?
Kurve ist gut gesagt, es war ein ziemliches Auf und Ab. Zu Beginn lief es recht gut, obwohl die Punkte fehlten. Anschliessend kamen diese und die Leistung stimmte, bis vor der Weihnachtspause überhaupt nichts mehr klappte bei mir. Die Pause zum Jahreswechsel hat mir gut getan, da habe ich meine Motivation und mittlerweile auch die Form wiedergefunden.
Im letzten Spiel gegen Chur hast du nochmal aufgetrumpft. Es geht also mehr Auf als Ab im Moment?
Ja, das war wirklich cool. Gegen die alten Kollegen, mit denen ich aufgewachsen bin, macht jeweils extra viel Spass. Dies wirkt sich dann auch meistens auf die Leistung aus. Ausserdem fühle ich mich in der Linie wohl. Wir haben unsere Rolle gefunden, die Harmonie stimmt. Gerade auf Grüter, mit dem ich bereits zu Beginn der Saison oft auflief, bin ich gut eingespielt. Wir wissen, wo wir stehen und wie wir spielen. Dasselbe gilt auch fürs Powerplay, vielleicht mit Ausnahme der Chancenauswertung. Bis zum Playoffbeginn werden wir aber auch die in den Griff kriegen.