08.
09.
2003
NLA Männer | Autor: Keller Damian

Auch Schweden zeigte Flagge

Auch die Unparteiischen waren international, wie sich das bei Länderspielen gehört. unihockey.ch unterhielt sich mit dem Schwedischen Top-Schiedsrichter-Duo Glenn Nylen und Per Hellberg.

Was sind für euch die grössten Unterschiede zwischen einem schwedischen Liga-Einsatz und einem internationalen Spiel?

Eröffnugnsspiel
Per und Glenn standen an der WM sowohl am Eröffnungsspiel ...

Per:
Man trifft manchmal auf völlig andere Spielkulturen, das kann recht schwierig sein. Kürzlich haben wir zum Beispiel Tschechien – Russland gepfiffen, das war schon etwas ganz anderes als in Schweden.
Glenn: Die Kommunikation ist schwieriger. In Schweden sprechen wir sehr viel mit den Spielern während einer Partie, und man kennt natürlich auch fast jeden Spieler. International geht das nur auf englisch, und wenn das nicht hilft, muss man sich mehr mit Gesten oder der Art des Pfeifens verständigen.

Da Schweden regelmässig im Final der grossen Turnier ist und Weltmeister wird, werdet ihr wohl nie einen WM-Final leiten können...
Per:
Ein WM-Final wäre natürlich schon unser grosses Ziel – aber wahrscheinlicher ist wohl, dass die Schwedischen Schiedsrichter wieder nur das Spiel um Rang 3 erhalten. Schauen wir mal, wie das an der WM 2004 herauskommt. Wenn die Schweiz so spielt wie im ersten Spiel gegen Tschechien, kann sie vielleicht ihre Vorrunden-Gruppe gewinnen. Und wenn Finnland einen guten Tag hat, kann es Schweden im Halbfinal schlagen... Wir müssen abwarten.

Wie beurteilt ihr denn diese Länderspiele Schweiz-Tschechien?
Glenn:
Wir beobachten die Schweizer ja schon seit 1993. Und so gut wie im ersten Spiel haben sie mir noch nie gefallen. Da war ein System dahinter, der Ball wurde sehr gut laufen gelassen.

Wieviele Einsätze in der schwedischen Liga leistet ihr beide?
Per:
Es sind, inklusive Playoffs, zwischen 25 und 30 Spiele, die wir arbitrieren. Also praktisch jedes Wochenende eines. Uns sagt das sehr zu, mit solchen regelmässigen Einsätzen bekommt man ein besseres Feeling für das Spiel.

In Schweden sind die Reisedistanzen sehr gross... Jedes Wochenende ein Spiel – was sagen eure Familien und Arbeitgeber dazu?

Final
... als auch im kleinen Final im Einsatz.

Glenn: Ich bin nicht verheiratet...
Per:
Meine Frau und die beiden Kinder haben viel Verständnis für mich. Es braucht einfach viel Planung, wenn man das Familienleben organisiert, dann klappt das schon. Mit meinem Arbeitgeber konnte ich ebenfalls eine Lösung finden. Er hat auch gemerkt, dass ich die Erfahrungen, die ich als Spitzen-Schiedsrichter sammle, auch im Job einbringen kann. Es braucht auf diesem Level einfach 100% Einsatz, sonst sollte man es lassen.

In der Schweiz stehen die Schiedsrichter oft in der Kritik, auf die schwedischen Referees dagegen wird ein Loblied angestimmt. Seid ihr in der heimischen Liga nie der Kritik ausgesetzt?
Glenn lacht...
Per:
Doch, natürlich. Von den Zuschauern, Spielern, Coaches – auch von den Medien. Aber es ist besser geworden, die Spieler vor allem verhalten sich professioneller. Früher erinnerten sie sich noch im April daran, wenn wir im letzten September im 1.Drittel einen Fehler gemacht haben. Heute sind solche Dinge schneller abgehakt.

Ihr seid schon lange im Geschäft. Was habt denn ihr in dieser Zeit gelernt?
Per:
Vor allem lernt man die Spieler besser zu verstehen. Wie sie in bestimmten Situationen reagieren. Da kann man auch mal Verständnis aufbringen, die Ohren schliessen und bei gewissen Bemerkungen weghören. Wir sind alles nur Menschen.

Wie sicher ist eure WM-Selektion?
Glenn:
Es gibt in Schweden etwa 10-12 Paare, die auf sehr hohem und ausgeglichenem Niveau pfeifen.
Per: Ich denke, wir sind schon in der Pole-Position. Aber die anderen wollen uns in einer freundschaftlichen Konkurrenz verdrängen, die WM ist das Ziel aller Referees. Aber nur drei Paare werden selektioniert. Ich bin jetzt einfach mal zuversichtlich, dass wir dazu gehören werden.

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1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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