24.
01.
2015
NLA Männer | Autor: Voneschen Reto

Chur entthront den Leader

Chur Unihockey hat zuhause gegen Meister Wiler-Ersigen 7:5 gewonnen. Damit machen die Churer Nachbar Alligator Malans zum neuen Leader.

Chur entthront den Leader Heimsieg: Die Churer Spieler bedanken sich bei Goalie Christoph Reich (Bild Reto Voneschen)

Die grosse Frage gestern in der GBC: Wie tritt Chur Unihockey nach der vorzeitigen Bekanntgabe der Nicht-Verlängerung von Trainer Thomas Berger auf? Die Antwort: Mit einem 7:5-Sieg gegen Leader Wiler-Ersigen, dem dritten erst überhaupt gegen den Serienmeister und dem dritten in Folge im nationalen Championat. Kurz: Es war dem Fanionteam und seinem Trainer nichts anzumerken. Rein gar nichts. Nicht selbstverständlich.

Nach zwei Dritteln sah es zunächst noch nach ehrenvoller Niederlage aus. Chur war zwar aktiver, aber die Chancenauswertung eine Tragödie. Wiler-Ersigen schoss dagegen auch die «dreckigen» Tore und führte 5:3 nach 40 Minuten. Im Schlussdrittel trafen die Bündner aber endlich das Berner Tor. Luzi Weber zum Ausgleich (49.) und Jan Binggeli mit einem sehenswerten Freistoss zur 6:5-Führung (53.). Dem Schlussansturm hielten Goalie Reich & Co. stand. Drei Sekunden vor Schluss traf Tomas Sladky zum 7:5 ins leere Tor.

Und Wiler? Dass da der Meister und aktuelle NLA-Leader am Werk gewesen war, hätte ein Aussenstehender nie erraten. Viel individuelle Klasse trug zwar das grün-weisse Trikot. Mit dem langmähnigen Finnen Lassi Vänttinen ist ein altbekannter Torjäger zurück. Isaac Rosén ein Konterstürmer der Extraklasse. Sein stämmiger Landsmann Henrik Olofsson bis zu seinem Ausfall im Mitteldrittel ein Abwehrturm, der Finne Tatu Väänänen ein spielender Trainer. Aber sonst? Nein, Chur hat sich diesen Sieg absolut verdient. Weil es spielte, weil es wollte, weil es Mannschaft auftrat. Alligator Malans darf dafür einen grossen Blumenstrauss in die Hauptstadt schicken. Dass dank Churer Hilfe der Nachbar neuer Leader ist, störte beim Stadtclub für einmal keinen.


Chur - Wiler-Ersigen 7:5 (1:3, 2:2, 4:0)
GBC. - 280 Zuschauer. - SR Bründler/Büchi.
Tore: 10. Koskelainen (Kekkonen) 1:0. 13. Wittwer (Rosén) 1:1. 20. (19:09) Rosén (Vänttinen/Ausschluss Schneider) 1:2. 20. (19:15) Stettler (Sebek) 1:3. 27. Louis (Cavelti) 2:3. 29. Schneider 3:3. 35. Sebek 3:4. 39. Matthias Hofbauer (Vänttinen) 3:5. 44. Eigentor 4:5. 49. Luzi Weber (Luzian Weber) 5:5. 53. Binggeli (Bischofberger) 6:5. 60. Sladky (Louis) 7:5 (ins leere Tor).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Chur, 1mal 2 Minuten gegen Wiler-Ersigen.
Chur: Reich; Schneider, Bischofberger; Kamaj, Camenisch; Luzian Weber, Daniel Gerber; Kekkonen, Koskelainen, Binggeli; Louis, Hirschi, Cavelti; Luzi Weber, Sladky, Ludwig.
Wiler-Ersigen: Wolf; Väänänen, Meister; Olofsson, Markus Gerber; Hirschi, Sesulka; Fankhauser, Matthias Hofbauer, Vänttinen; Rosén, Zimmermann, Wittwer; Sebek, Stettler, Tobias Kaenzig.
Bemerkungen: Chur ohne Bürer, Darms. - 37. Olofsson verletzt ausgeschieden. - 58:38 Timeout Wiler-Ersigen. - Koskelainen und Väänänen als beste Spieler ausgezeichnet.

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