25.
11.
2018
NLA Männer | Autor: Keller Damian

Conrad: „Gehe nicht als Maskottchen an die WM“

Die Schweizer Nati fährt diese Tage in Dubai runter, bevor es am kommenden Wochenende mit der WM los geht. Mit dabei: HCR-Verteidiger Nils Conrad, der um seinen Platz im WM-Kader zittern musste.

Conrad: „Gehe nicht als Maskottchen an die WM“ Nils Conrad traf gegen die Jets doppelt - und packte danach seinen Nati-Koffer. (Bild: Markus Aeschimann)

Es war kein gutes Spiel, das die 543 Zuschauer am letzten Donnerstag in der WIN4-Arena in Winterthur zu sehen bekamen. Rychenberg drehte gegen die Jets ein von vielen Fehlern geprägtes und bereits verloren geglaubtes Derby zum 8:7 nach Verlängerung. Auch dank zwei Toren von Nils Conrad. Der Verteidiger stellte damit seine Offensivqualitäten unter Beweis, die wohl auch bezüglich seiner Nomination für die WM mitentscheidend waren. Wir haben uns mit dem HCR-Captain zwischen Spielende und dem Abflug nach Dubai mit der Nati am Freitag unterhalten.

Die Partie des HCR gegen die Jets war kein Leckerbissen, einverstanden?
Nils Conrad: Stimmt. Wir hatten eine schwierige Phase mit fünf Niederlagen in Serie, ehe wir gegen Uster am letzten Wochenende gewannen. Das Selbstvertrauen ist derzeit nicht so da. Die Trainer probieren viel und nichts klappt wirklich - sie haben es nicht leicht. Von daher waren gegen die Jets einfach die Punkte wichtig.

Vor der Pause für die WM liegt der HCR unter dem Playoffstrich.
Uns war schon vor der Saison bewusst, dass die Playoff-Quali kein Selbstläufer wird. Der Qualitätsverlust im Kader ist allen bekannt. Letzte Saison haben wir noch Spiele gewonnen, die nun verloren gingen, weil ein Holtz oder Hautaniemi im Powerplay Tore erzielten. Nun müssen neue Spieler die Verantwortung tragen, der Verein will das so. Und in Ansätzen kommt das auch, unser Spiel mit Ball hat sich bereits entwickelt.

Die nächsten zwei Wochen stehen andere Dinge im Zentrum. Wie sehr hast du um deine WM-Teilnahme gezittert? Viele vermuteten ja, dass David Jansson nur sechs Verteidiger mitnehmen könnte - das hätte wahrscheinlich dich betroffen.
Ich war in den letzten zwei Jahren immer dabei - und von Jansson immer über meinen Status informiert. Trotzdem war ich nicht sicher, ob es reichen würde. Ich bin happy, dabei zu sein.

Wie hast du vom Aufgebot erfahren?
Am Wochenende vor der definitiven Bekanntgabe traf ich Jansson per Zufall in der Halle, als ich ein U21-Spiel meines Bruders schauen ging. Da gratulierte er mir - ich musste also nicht bis zur letzten Sekunde zittern. Der Coach sagte mir, ich hätte an der letzten EFT genau das gezeigt, was er von mir habe sehen wollen, das sei perfekt gewesen. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich etwas ruhiger schlafen können (lacht).

Wie siehst du deine Rolle im Team?
Bisher wurde ich in verschiedene Formationen hineinrotiert. Jansson sagte mir aber, dass er mich sicher nicht als Maskottchen an die WM mitnimmt. Wenn ich meine Leistung zeige, kann ich auch am Finalwochendene dabei sein. Ich beherrsche beide Defensivsysteme, die wir praktizieren.

Und in der Offensive hast du auch die Fähigkeiten.
Dass ich in den letzten zwei Jahren im Spiel mit Ball und im offensiven Bereich grosse Fortschritte erzielt habe, verdanke ich sicher auch der Nationalmannschaft. Beim HCR standen lange nur die Defensive und Konter im Vordergrund.

Wie gross ist die Vorfreude auf die WM?
Ganz ehrlich - ich war in den letzten Wochen in der Schule mit vier Semesterarbeiten gleichzeitig beschäftigt und zwischen 8.30 Uhr und 22.30 Uhr jeden Tag unterwegs. Da konnte ich mir noch gar keine Gedanken machen, wie es sein wird, bald vor 14'000 Zuschauern zu spielen.

Als kommen die Tage in Dubai für Spieler wie dich genau richtig? Ohne Stock runterfahren, bevor es dann so richtig los geht?
Ob es Dubai sein muss, weiss ich nicht - aber wenn es das Erfolgsrezept ist, soll es mir recht sein (lacht). Ich bin froh, nach den letzten Wochen etwas abschalten und mich zweieinhalb Wochen nur aufs Unihockey konzentrieren zu können.

Deine Erwartungen an die WM - was ist möglich?
Alles. Ich denke, dass wir wirklich alle daran glauben, dass alles drin liegt. Gleichzeitig wissen wir, dass wir die Maximalleistung abrufen müssen, sonst ist auch Rang 4 möglich. Wir kennen die Rezepte gegen alle Gegner - es liegt an uns, sie umzusetzen.

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1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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