04.
2019
Der Video-Schiri kommt!
Nach der Super League im Fussball führt auch Unihockey den VAR (Video Assistant Referee) ein. Aufgrund der eingeschränkten finanziellen Mittel zu Beginn mit einer Light-Version und nur in der NLA der Männer, aber immerhin.
Rote Karte im Cupfinal - korrekt oder nicht? In den Playoffs - Schwalben oder Tätlichkeiten? Auch im Unihockey entstehen immer wieder heikle Situationen, die für die Unparteiischen auf dem Platz schwer zu entscheiden sind. Nun sollen die Refs ab nächster Saison Unterstützung erhalten. Der VAR (Video Assistant Referee) soll selbständig eingreifen können oder aber auf Anfrage der im Einsatz stehenden Schiedsrichter Szenen beurteilen. Ein Meilenstein im Schweizer Unihockey!
Livestreams und Body-Cams
An der Fussball-WM in Russland standen dem VAR 37 Kameras zur Verfügung. Im Schweizer Fussball werden es ab nächster Saison immerhin sechs Kameras sein. Selbst diese „Mini-Variante" soll in der Einführungsphase 1.5 Mio Franken kosten und anschliessend weitere 1.5 Mio Franken pro Jahr im Betrieb.
Das sind Beträge, die sich swiss unihockey nicht leisten kann. Deshalb wird man sich zunächst auf die bestehenden Kameras der Vereine abstützen, die schon jetzt die Livestreams produzieren. „Wir sind davon überzeugt, dass sämtliche Livestreams ab nächster Saison jederzeit und lückenlos funktionieren werden", ist swiss-unihockey-Geschäftsführer Michael Zoss zuversichtlich.
Darüber hinaus werden aber auch die Schiedsrichter selber noch mit Body-Cams ausgerüstet - diese Bilder werden nur dem VAR zur Verfügung stehen. „So erhalten wir verschiedene Bilder aus unterschiedlichen Winkeln, die 95% aller fraglichen Szenen abdecken werden", freut sich Thomas Erhard, Chef der Schweizer Spitzen-Refs.
Baumi/Kläsi plus Jansson erste VAR
Welche Szenen (Tor oder nicht? Tätlichkeiten? Alle Fouls?) genau beurteilt werden sollen, ist noch nicht klar. Vorgesehen ist aber, dass die beiden ehemaligen Spitzen-Refs Thomas Baumgartner und Thomas Kläsi sowie Nationaltrainer David Jansson (wenn gerade in der Schweiz) im Haus des Sports die strittigen Szenen anschauen werden. Ein Raum voller Bildschirme wird in den kommenden Tagen eingerichtet. „Ich finde vor allem die Body-Cams super cool, der nächste Schritt zum 360-Grad-Unihockey", freut sich Jansson auf seine neue Aufgabe.
Wenn mehrere Partien gleichzeitig stattfinden, kann die Aufgabe im VAR-Raum natürlich hitzig werden. Deshalb werden quasi als „Hilfs-Sheriffs" noch zehn weitere Refs gesucht, die vom heimischen Sofa aus ihre Beobachtungen ins Haus des Sports übermitteln können (vorderhand nicht direkt an die Refs auf dem Platz). Diesen externen VAR-Assistenten wird der Feed der Body-Cams zur Verfügung gestellt. Wer sich für diese Tätigkeit interessiert, kann sich noch heute dafür via hc.yekcohinu@ofni bewerben.
- VAR im Unihockey - eine gute Idee?
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79%Super, die Refs können gar nicht genug Hilfe bekommen.
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21%So ein Schwachsinn, das braucht ein Amateursport nicht.
Bergfloh 83.77.109.133
01. 04. 2019
Scherzkeks 81.6.59.169
01. 04. 2019