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NLA Männer | Autor: Güngerich Etienne

Erneute Verjüngungskur

Im zweiten Teil unserer Saison-Vorschau geht es um die drei Berner Vereine Wiler-Ersigen, Tigers Langnau und Thun. Der Rekordmeister ist in diesem Jahr nicht mehr der grosse Favorit, wird aber - trotz einer Verjüngung der Mannschaft - erneut um den Titel mitspielen. Die Tigers konnten punkto Kader leicht zulegen und streben die zweite Playoff-Qualifikation in Folge an. Thun steht dagegen ein äusserst unerfahrenes Kader zur Verfügung und wird in erster Linie um den Ligaerhalt kämpfen.

Erneute Verjüngungskur Deny Känzig ist nach einem einjährigen Gastspiel in der SSL zu Wiler-Ersigen zurückgekehrt. (Bild: Hinz Wilfried)

SV Wiler-Ersigen

Kader: Die Mannschaft wurde noch einmal verjüngt. Mit Känzig, Dudovic, Louis und Pylsy stehen vier Stürmer von internationalem Format im Kader, die dafür sorgen, dass der Rekordmeister zwei gefährliche Sturmlinien und ein starkes Powerplay stellen kann. Die Abgänge von Rentsch und der Gebrüder Mutter wurden mit eigenen Junioren kompensiert. Auf der Verteidigerposition sieht es (abgesehen vom 38-jährigen Tatu Väänänen) punkto Erfahrung eher düster aus. Bürki und Savonen wird der SVWE schmerzlich vermissen - vor allem bei den Spielauslösungen. Auf der Goalieposition ist Wiler nach dem Rücktritt von Menetrey ebenfalls nicht mehr top besetzt.
Taktik: Grosse Änderungen punkto Spielphilosophie werden kaum zu erwarten sein. Wiler wird weiterhin den Fokus auf einen bedachten Spielaufbau legen. Im klassischen 2-1-2-System wird vermehrt auch hoch gepresst. Auffallend in der Vorbereitungsphase war, dass sich die Ersiger im Konterspiel verbessert und viele Tore per schneller Spielwendung erzielt haben.
Keyplayers: Joonas Pylsy wurde eben erst zum MVP der letzten Saison ausgezeichnet. Der Finne wird das Offensivspiel Wilers ankurbeln und von jeder Position für Torgefahr sorgen. Altmeister Väänänen ist der Anführer in der Defensive und in der Garderobe.
Aussichten: Der Qualitätsverlust ist vor allem in der Defensive und im Spielaufbau erheblich. Dadurch wird Wiler den Gegnern mehr Kontergelegenheiten zugestehen müssen. Der Rekordmeister ist nicht mehr der grosse Favorit, gehört aber immer noch zu den Top-4-Teams.
Tipp: Rang 4


Unihockey Tigers Langnau

Kader: Das grösste Fragezeichen gibt es auf der Goalieposition, auf der sich herausstellen wird, ob Roman Beck schon so weit ist, um die langjährige Nummer 1 Jürg Siegenthaler ersetzen zu können. Ansonsten wurde das Team mit dem Zuzug von Marco Rentsch sogar noch leicht verstärkt. Zusammen mit Flühmann, Gerber, Gfeller, Kropf und Lauber sorgt der verlorene Sohn dafür, dass die Emmentaler wieder zwei schlagkräftige Sturmreihen haben. In der Abwehr hat sich Anick Jakob in der letzten Spielzeit zum heimlichen Verteidigungsminister entwickelt. Der 24-Jährige beschränkt sich auf das, was er kann.
Taktik: Zuweilen herrscht in der Abwehr der Emmentaler etwas Unordnung. Dies vor allem darum, weil die Tigers in der eigenen Zone gegen den Mann spielen. Ist der Gegner darauf nicht vorbereitet, kann es für ihn sehr unangenehm werden. Ist er aber gut darauf eingestellt, verlieren wiederum die Tigers oft den Überblick. Im Offensivspiel wird nicht lange gefackelt. Das Team von Matthias Gafner nimmt wohl so viele Abschlüsse, wie keine andere Mannschaft in der Liga.
Keyplayers: Marco Rentsch wird einer der wichtigsten Spieler sein. Bei Wiler spielte er immer in den ersten zwei Linien und hat meistens über 20 Tore erzielt.
Aussichten: Spieler wie Simon Steiner, Jakob oder Lauber haben sich weiterentwickelt. Das Kader ist zwar nicht top, aber breit. Das Playout-Gespenst endgültig vertrieben. Dementsprechend werden die Tigers wieder die Playoffs erreichen und sogar noch leicht besser sein.
Tipp: Rang 7


UHC Thun

Kader: Nach den Abgängen von Goalie Körner (Rücktritt) und Topskorer Simek (Tatran) fehlen im Kader der Berner Oberländer die grossen Namen. Thun setzt auf viele Eigengewächse und Spieler aus der Region. Im Sturm ist niemand älter als 25 Jahre - bis auf Josef Pluhar (27). Der Tscheche ist ein smarter Zweiweg-Center, der in dieser Saison noch mehr Verantwortung in der Offensive übernehmen muss. Durch Simeks Weggang ist auch viel Gefahr im Powerplay verloren gegangen. Von den Goalies Wanzenried und Weber darf noch nicht zu viel erwartet werden.
Taktik: Mit Simon von Gunten steht ein bisher in der NLA unbekannter Trainer an der Bande der Thuner. Der ehemalige Köniz- und Chur-Akteur hat bisher nur in der 2. Liga ein Männer-Team gecoacht. Dementsprechend wird Thun für die restlichen elf NLA-Coaches in taktischer Hinsicht die grössten Fragezeichen bieten. Welche Ideen zaubert der Trainer-Neuling aus dem Hut? Wahrscheinlich ist ein eher defensiveres W-System mit hohem Steuerflügel und schnelles Umschaltspiel in der Offensive.
Keyplayers: Jan Rehor konnte wieder zurückgeholt werden. Der Tscheche ist ein kreativer Verteidiger, vielseitig einsatzbar und hat einen guten Schuss. Er wird das Defensivspiel der Berner Oberländer orchestrieren (müssen).
Aussichten: In den letzten beiden Saisons hat sich Thun leicht verbessern können. Mit diesem jungen und unerfahrenen Team dürfen die Ziele aber nicht zu hoch angesetzt werden. Es gilt, in der Quali so viele Punkte wie möglich zu sammeln, um dann in den Playouts bereit zu sein und sich der Liga-Quali entziehen zu können.
Tipp: Rang 12


Tipp-Tabelle:

1.
2. Alligator Malans
3.
4. Wiler-Ersigen
5. Zug United
6.
7. Tigers Langnau
8.
9.
10. Uster
11.
12. Thun

 

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Tabellen

1.Grasshopper Club Zürich+3220.000
2.Floorball Köniz+1315.000
3.SV Wiler-Ersigen+1315.000
4.HC Rychenberg Winterthur-213.000
5.UHC Alligator Malans+1112.000
6.Zug United+312.000
7.Chur Unihockey+411.000
8.UHC Uster-39.000
9.Tigers Langnau-67.000
10.Waldkirch-St. Gallen-76.000
11.Ad Astra Sarnen-176.000
12.UHC Thun-410.000
1.Kloten-Dietlikon Jets+2215.000
2.Skorpion Emmental Zollbrück+1915.000
3.Wizards Bern Burgdorf+189.000
4.piranha chur+149.000
5.R.A. Rychenberg Winterthur+39.000
6.Unihockey Berner Oberland+06.000
7.Zug United-56.000
8.FB Riders DBR-146.000
9.UHC Laupen ZH-200.000
10.UH Red Lions Frauenfeld-370.000
1.Unihockey Basel Regio+1720.000
2.Floorball Thurgau+3119.000
3.UHC Grünenmatt+1819.000
4.Regazzi Verbano UH Gordola+817.000
5.Ticino Unihockey+515.000
6.UHT Eggiwil+113.000
7.UHC Sarganserland-1112.000
8.I. M. Davos-Klosters-119.000
9.Kloten-Dietlikon Jets-58.000
10.RD March-Höfe Altendorf-156.000
11.Unihockey Langenthal Aarwangen-215.000
12.Floorball Fribourg-171.000
1.Waldkirch-St. Gallen+3318.000
2.Hot Chilis Rümlang-Regensdorf+1113.000
3.UH Appenzell+813.000
4.Aergera Giffers+611.000
5.UH Lejon Zäziwil+710.000
6.Nesslau Sharks-49.000
7.Unihockey Basel Regio-77.000
8.Floorball Uri-96.000
9.UC Yverdon-213.000
10.Visper Lions-240.000

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