02.
2012
Friolets Traumtor
Drei Siege in drei Partien konnten die Malanser Alligatoren in den Viertelfinals gegen Köniz bereits verbuchen. Der Malanser Stürmer Joel Friolet hat mit einem Traumtor in der dritten Partie für ein besonderes Schmankerl gesorgt.
Trotz seines jungen Alters von 22 Jahren hat Joel Friolet schon einige Playoff-Schlachten erlebt. Er war dabei als Winterthur vor fünf Jahren beinahe Wiler-Ersigen in den Halbfinals aus den Playoffs warf. Vor zwei Jahren stand er mit dem HCR gegen den gleichen Gegner sogar im Finale. Erstmals tritt er nun mit seinem neuen Team Alligator Malans in der "schönsten Jahreszeit" an. Im dritten Spiel letzten Sonntag gelang ihm mit einem wunderbaren "Coast-To-Coast"-Tor zum 3:3 ein ganz spezieller Treffer. Wie Mark Streit tags zuvor mit den Islanders in der NHL, schnappte sich Friolet die Kugel und bezwang nach einem Lauf übers ganze Spielfeld Köniz-Goalie Samuel Thut in der nahen Ecke. Es war erst sein vierter Treffer in dieser Saison. "Bis kurz vor dem Schuss war ich überzeugt, noch den Pass zu spielen", sagt der eher als Vorbereiter bekannte Center.
„Partien im Griff"
In der Serie gegen Köniz lief bis jetzt alles für sein neues Team Alligator Malans. Kein Wunder: Als "Wunschkandidaten" bezeichnete Friolet die Könizer. "Da nehmen wir die Stunde mehr im Car gerne in Kauf", so Friolet. Trotz teilweise engen Spielen war der gebürtige Winterthurer immer überzeugt, dass seine Alligatoren gewinnen werden. "Wir hatten die Partien meist im Griff, nur wenn wir etwas nachliessen, kamen die Könizer besser ins Spiel", hat Friolet festgestellt. Auch bei der Verlängerung im ersten Spiel, hatte er keine Zweifel. Mehr zu schaffen, machte ihm, dass er nur von der Bank aus der Entscheidung beiwohnen konnte. "Es ist ganz schlimm, nicht eingreifen zu können. Wir sind teilweise fast "vergitzlet auf der Bank", sagt er lachend. Eine gewisse Genugtuung bedeutete sein Treffer im dritten Spiel dann auch. "Es war nicht grad die Wut im Bauch, aber ich wollte natürlich schon zeigen, dass ich auch in entscheidenden Phasen spielen will", so Friolet.
Vorzeitiges Ende erhofft
Vor der vierten Partie ist Joel Friolet optimistisch gestimmt. Vier Matchbälle haben die Malanser. "Wir müssen jetzt den Sack zu machen", sagt der Center. Auch er weiss, dass mit einem Könizer Sieg die Serie nochmals spannend werden könnte. "Wir haben es selber in der Hand", sagt er lakonisch. An ein mögliches Halbfinale hat der gebürtige Winterthurer noch keinen Gedanken verschwendet. "Wenn, dann kommt zuerst der Cupfinal", so Friolet, "und auch wenn es jetzt langweilig tönt, derzeit nehmen wir wirklich Spiel für Spiel." Die Königin aller Sportfloskeln macht auch vor diesen Playoffs keinen Halt. Mit weiteren Traumtoren kann Friolet das Ende der Serie beschleunigen und sich noch etwas Erholung vor den weiteren Spielen verschaffen.