12.
2016
GC bezwingt den HCR
Für den Grasshopper Club war dieses Zürcher Derby wichtig, galt es doch in der Tabelle den Anschluss an die Spitzengruppe zu halten. Das Spiel war ausgeglichener als es das Resultat suggeriert. Dank einer konzentrierten Leistung aller Spieler und höherer Effizienz als die Winterthurer haben sich die Stadtzürcher die drei Punkte verdient.
Beide Teams starteten vorsichtig ins Spiel. Die Akteure tasteten ab, schienen Fehlpässe unbedingt vermeiden zu wollen. So dauerte es bis zur 7. Minute, bis GC zum ersten Mal die Reflexe von HCR-Torhüter Gruber testete. Zum ersten Mal ins Tor traf Holtz für die Gäste, er wurde von der GC-Abwehr zu alleine gelassen. Cavelti vermochte mit einem Weitschuss nur eine Zeigerumdrehung später auszugleichen. Das Spiel wurde nun etwas attraktiver für die Zuschauer, die Gangart etwas härter. Der Grasshopper Club ging mit 2:1 in die erste Pause, Berlinger hatte in der 19. Minute mit einem Zorro-Move getroffen. Cedric Rüeggsegger meinte zum ersten Spielabschnitt: "Keiner wollte den ersten Fehler machen. Das 2:1 ärgert uns aber nicht während dem Spiel, im Unihockey kann es schnell gehen."
Schnell ging es tatsächlich im zweiten Drittel. Cavelti traf für die Seinen zum 3:1, dem HCR gelang kurz darauf der Anschlusstreffer. Es gab nun vermehrt Chancen auf beiden Seiten. Zur zweiten Pause stand es 3:3, was den Leistungen durchaus entsprach. Pascal Meier meinte in der zweiten Pause: "Die Umstellung von der WM auf die Meisterschaft war kurz und nicht ideal, wir hatten nur ein Training." Der GC-Torhüter zeigte im Spiel immer wieder starke Saves und wurde aus seinem Team zum besten Spieler der Partie gewählt.
Das dritte Drittel war wie der Spielbeginn wieder von vorsichtig agierenden Teams geprägt. Speziell der Grasshopper Club liess sich im teilweise statischen Spielaufbau viel Zeit. Es war der GC-Captain Graf, welcher von der Mittellinie einen Schuss wagte und ins Tor traf. Die Gäste mussten nun mehr wagen, was wiederum Cavelti mit seinem dritten Treffer und Kekkonen mit Toren zum 6:3 Endstand ausnützten.
Über das Spiel fiel beim Grasshopper Club vor allem die neu formierte Achse Christoph Meier und Cavelti positiv auf. Bei beiden Teams vermochten ausser Holtz die Ausländer kaum Akzente zu setzen, was unter dem Strich wohl die Differenz zu Gunsten von GC ausmachte.
Grasshopper Club Zürich - HC Rychenberg Winterthur 6:3 (2:1, 1:2, 3:0)
Sporthalle Hardau, Zürich. 514 Zuschauer. SR Wehinger/Zurbuchen.
Tore: 10. P. Kern (F. Holtz) 0:1. 11. S. Cavelti (C. Meier) 1:1. 19. N. Berlinger (M. Zürcher) 2:1. 21. S. Cavelti (E. Julkunen) 3:1. 24. N. Conrad (F. Holtz) 3:2. 33. M. Schaub (M. Podhrasky) 3:3. 48. L. Graf (J. Müller) 4:3. 57. S. Cavelti (C. Meier) 5:3. 58. R. Kekkonen (J. Rüegger) 6:3.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. 1mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur.
Grasshopper Club: P. Meier; Ladner, Bier; Chr. Meier, Cavelti, Julkunen; Müller, Graf; Juhola, Rüegger, Kekkonen; Honold, Kaiser; Zürcher, Berlinger, Steiger; Zolliker. Nicht eingesetzt: Unternährer, Kindler, Göldi.