12.
2017
Gruber: „Waren giggerig auf die Partie“
Mit dem 9:5-Heimsieg über Chur hat sich der HCR ein Sechs-Punkte-Polster auf die Bündner geschaffen, die weiter unter dem Playoffstrich liegen. Ruven Gruber (22) trug mit seinen Paraden zum wichtigen Sieg bei.
Chur hat dich in der Partie vom letzten Wochenende nicht gerade warm geschossen, kam aber immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen. Einverstanden?
Ruven Gruber: Ja, vor allem mit Weitschüssen der Verteidiger. Zu Beginn war unsere Blockarbeit noch nicht so gut, wir konnten uns dann aber steigern.
Wie wichtig war der Sieg über Chur?
Es war ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel, bei einer Niederlage wäre Chur punktgleich mit uns gewesen. Das wussten wir natürlich und waren entsprechend giggerig auf die Partie.
Rychenberg lieferte über die 60 Minuten eine konstantere Leistung ab als auch schon diese Saison.
Absolut. Ich finde, wir sind im Vergleich zum Beginn der Saison zusammengewachsen. Wir wissen um das knappe Kader und die Verletzungen, jetzt ist das Momentum da - wir haben gelernt, dass wir mit dem auskommen müssen, was wir haben und dass wir uns vertrauen müssen.
Cheftrainer Rolf Kern war vor dem Spiel gegen Chur rund zwei Wochen mit der Frauen-Nati unterwegs. Welche Auswirkungen hatte das auf die Trainings?
Ich konnte keine erkennen. Mit Philippe Soutter und Daniel Costa hatten wir in der Zeit ja zwei gute Trainer, die Einheiten waren also nicht anders als sonst.
Ist jetzt schon der Cup-Halbfinal gegen GC Mitte Januar im Hinterkopf - oder gar schon im Vorderkopf?
Bis jetzt noch im Hinterkopf (lacht). Natürlich wollen wir wieder in den Final. Dass wir auf den letztjährigen Finalgegner GC treffen, ist mir persönlich dabei auch egal. Wer in den Final will, muss einfach den zugelosten Gegner schlagen.
Mit welchen Gedanken gehst du jetzt in die Weihnachtspause?
Dass die drei Punkte gegen Chur sehr wichtig waren. Lange ist die Pause ja nicht, wir werden in der spielfreien Zeit aber sicher noch etwas mehr an unserer Fitness arbeiten. Persönlich habe ich jetzt zwei Wochen frei, da ich auf Ende Jahr meinen Job als Maurer gekündigt habe und ein Praktikum als Arbeitsagoge beginnen werde. Darauf freue ich mich.
Der Januar wartet - vor allem für die Cup-Halbfinalisten - mit den üblichen Doppelrunden auf. Zehren solche auch an den Kräften der Torhüter?
Das Programm ist sicher streng, für die Feldspieler aber mehr als für die Goalies. Uns fällt das wohl leichter. Auch mental sehe ich kein Problem - man weiss jeweils, dass sich das ganze Wochenende nur um Unihockey dreht.
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Binggeli sucht den Abschluss - Ruven Gruber ist bereit. (Bild: Damian Keller)