14.
02.
2011
NLA Männer | Autor: Voneschen Reto

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Alligator Malans hat gestern an der Telefonkonferenz zur Playoff-Vergabe nicht teilgenommen. Dem Malanser Vereinspräsidenten This Störi unterlief ein peinlicher Fehler.

Es tönt wie ein schlechter Aprilscherz. Alligator Malans wurde Zweiter in der Qualifikation, konnte aber nicht als zweite seinen Playoff-Gegner aussuchen, sondern musste das übrig gebliebene Chur Unihockey nehmen. Was war geschehen? "Das Team entscheidet", hiess es im Malanser Lager nach den unrühmlichen Derby-Playoffs vor einem Jahr (3:4-Niederlage gegen Chur). Dieses entschied auch: 1. Kloten-Bülach Jets, 2. Grünenmatt, 3. Floorball Köniz. Gegen Chur zu spielen, hatte keiner der Akteure mehr nach der 3:7-Niederlage am Sonntag Lust. Doch es kam anders. Dies lag an Alligatorr-Präsident This Störi, welcher den 13. Februar 2011 wohl nicht so schnell vergessen wird. Am Nachmittag leitete er in Jenins seine allerletzte Gemeindeversammlung als Gemeindepräsident, um danach nach Chur zu fahren und dem Derby beizuwohnen. Um 20.30 Uhr wartete er vor der Gewerbeschule auf den Anruf der Nationalliga, um an der Telefonkonferenz für das Aussuchen der Playoff-Gegner teil zu nehmen. Was er völlig vergessen hatte - er hätte selber anrufen sollen und sich via PIN-Code einloggen. Dies wurde via Mail den Vereinsvertretern mitgeteilt. Ebenso, dass wenn sich ein Verein nach fünf Minuten nicht meldet, der nächste zum Handkuss kommt. Dies war denn nach der Wahl von Wiler-Ersigen der Fall. Besonders bitter: Der neue Swiss Unihockey-Geschäftsführer Daniel Bollinger, welcher ebenfalls an der Telefonkonferenz teilnahm, stand nur rund 20 Meter von Störi entfernt. "Ich habe ihn noch an mir vorbei laufen sehen, doch es kam mir danach nicht in den Sinn, ihn zu fragen, was los ist", so Störi.

"Mein Fehler"
Für Verwirrung sorgte danach eine Meldung auf der Malanser Homepage, wo von "Skandal" und "noch offen, ob Protest eingelegt wird" zu lesen war. Spätabends wurde diese dann in die jetzige Version umgeschrieben. Der Malanser Präsident This Störi nimmt den Fehler vollumfänglich auf sich. "Ich war mir sicher, dass mir angerufen wird. Als ich zuhause das Mail nochmals durchlas, war klar, dass es mein Fehler war", musste Präsident Störi eingestehen. Ebenso klar ist, dass es zu keinem Protest der Malanser kommt. "Die Regeln waren klar", so Störi. Die Mannschaft habe den Entscheid nicht gerade mit Begeisterung, aber zumindest sportlich aufgenommen, sagt Störi. Weniger Freude hatte Coach Petteri Nykky. "Ich habe nicht entschieden", meinte er gestern nach der Bekanntgabe kurz angebunden. Später war zu hören, dass sechs Monate Arbeit nun dahin seien. Vor dem Bündner Derby wollte er aber noch gegen Chur spielen. Der Fauxpas des Malanser Präsidenten kommt den Unihockey-Fans im Bündner Rheintal zu gute. Auf sie wartet wieder eine spannende Playoff-Serie. "Nur die Mannschaft kann mich jetzt noch retten", sagt der langjährige Malanser Vereinspräsident Störi - eine allfällige Revanche wäre für ihn eine doppelte Freude.

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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