09.
2017
Keine Ausreden mehr
Privat lacht Mikko Hautaniemi das Glück - im Mai wurde er erstmals Vater. Sportlich hat der Finne mit Rychenberg in der Vorbereitung noch nicht überzeugen können. Grosse Sorgen macht er sich deswegen aber noch nicht.
Rychenberg hat in der Preseason noch keine grossen Stricke zerrissen - am Champy Cup setzte es drei Niederlagen ab, darunter zum Abschluss ein 5:11 gegen Tatran.
Mikko Hautaniemi: Ja, das war am Schluss etwas peinlich. Es darf auch keine Ausrede sein, dass es das dritte Spiel in knapp 20 Stunden war. Wir waren nicht gut und weit vom Sieg entfernt.
Der Meisterschaftsstart rückt näher. Was klappt noch nicht?
Eigentlich hat noch nichts funktioniert, ich sah keine positiven Punkte. Wir sind definitiv noch nicht auf dem richtigen Gleis.
Beunruhigt dich das?
Nein, überhaupt nicht. Früher oder später finden wir den Tritt - und in den ersten zwei Monaten der Meisterschaft werden meines Wissens noch keine Pokale vergeben.
Du kommst normalerweise mit ein paar Kilos Übergewicht aus der Sommerpause - wie sieht es diesmal aus?
Ich bin beweglicher als in den letzten Jahren. Diesmal habe ich nur aus Solidarität zu meiner schwangeren Frau etwas zugelegt. Bis zum Wettkampfgewicht fehlen mir noch etwa sechs Kilo. Es waren schon mehr, das ist also kein Problem - und bei unserem neuen Steuersystem wird das Fett ohnehin schnell weg sein.
Seit dem 1. Mai bist du stolzer Papa - wie läufts? Können Gattin Jutta und du in der Nacht schlafen?
Also ich schon (lacht).
Das heisst Kinderbetreuung im Hause Hautaniemi ist Frauensache?
Nicht doch, wickeln kann ich richtig gut. Und bald gibt es keine Muttermilch mehr, dann muss ich in der Nacht jeweils aufstehen. Die Zeit der Ausreden ist für mich also bald vorbei.
Der zuletzt wilde Haar- und Bartwuchs scheint etwas eingedämmt zu sein - musst du als Papa jetzt seriöser daher kommen?
Warum, ich bin jetzt ja verheiratet, da kann ich wie ein Räuber aussehen. Sag das aber Jutta nicht, sie weiss noch nichts davon (lacht).