02.
2011
Keine Zeit zum Luftholen
Viel Zeit um sich auf ihren Gegner einzustellen, bleibt den Playoff-Teilnehmern der Swiss Mobiliar League nicht. Nur drei Tage nachdem die Paarungen ermittelt wurden, stehen sich die Kontrahenten auf dem Feld gegenüber. Zumindest drei der vier Serien versprechen spannende nächste Wochen.
SV Wiler-Ersigen (1.) - Kloten-Bülach Jets (8.)
In dieser Serie sind die Rollen klar verteilt. Der Titelverteiger und Qualifikationssieger ist der grosse Favorit. Für den Aufsteiger wäre jeder Sieg bereits ein Erfolg. Speziell wird die Serie auf jeden Fall für Heikki Luukkonen. Er wird alles daran setzen sich würdig von den Jets zu verabschieden, auch wenn er damit seinen zukünftigen Arbeitgeber ärgern muss. Ansonsten bleiben die üblichen Strohhalme, an welche sich der Aussenseiter klammern kann:
- „Wir haben nichts zu verlieren"
- „Die Playoff haben eigene Gesetze"
- „Wiler denkt doch schon an den Cupfinal und den Halbfinalgegner"
Alligator Malans (2.) - Chur Unihockey (6.)
Das gleiche Duell gab es bereits vor Jahresfrist. Die Spieler von Malans wollten eigentlich keine Neuauflage und sind trotzdem leicht zu favorisieren. Die Churer wollen den Schwung vom Sonntag mitzunehmen und hoffen darauf, dass die Erinnerung an die Blamage der letzten Saison den Kantonsrivalen hemmt. Die Herrschäftler werden versuchen mit einem guten Start den Kopf freizubekommen. Und in dieser Serie kämpfen sie nicht nur für sich. Ziehen sie ins Halbfinale, wird der Faux-pas von Präsident Störi nur zu einem guten Beitrag für die Anekdotensammlung und nicht zum Debakel.
GC Unihockey (3.) - UHC Grünenmatt (7.)
Mit 14:5 und 6:1 entschieden die Zürcher die beiden Qualifikationsspiele klar für sich. Ein Selbstläufer wird die Serie für den Cupfinalisten aber dennoch nicht. Grünenmatt hat letzte Saison gezeigt, dass sie auf den Punkt bereit sein können und hat als einziges Team dem späteren Meister die einzige Playoffniederlage zugefügt.
Unihockey Tigers (4.) - Floorball Köniz (5.)
Dreimal standen sich die Teams in dieser Saison gegenüber, dreimal gingen die Tigers als Sieger vom Feld. Die Wahl des Kantonsrivalen als Playoffgegner ist also keine grosse Überraschung. Auch im Viertelfinalduell der letzten Saison setzten sich die Tigers durch. Aber auch Köniz hätte nichts dagegen, dass die Serie wie letzte Saison endet und sich das schlechter platzierte Team fürs Halbfinale qualifiziert.