05.
2013
«Mit den Weltmeistern messen»
Drei Jahre lang hütete er sehr erfolgreich den Kasten der NLA-Mannschaft des HC Rychenberg. Nun sucht Nationalgoalie Pascal Meier sein Glück beim schwedischen Superliga-Aufsteiger Växjö IBK.
Nach seiner Rückkehr von der Euro Floorball Tour im finnischen Tampere sprach der 26-fache Internationale über seinen Wechsel in die weltbeste Liga.
Pascal Meier, Sie wechseln in die beste Liga der Welt. Was bedeutet das für Sie?
Pascal Meier: Für mich geht mit diesem Schritt ein Wunsch in Erfüllung, der sich immer mehr abzeichnete. Es bedeutet mir natürlich sehr viel, dass ich als Schweizer die Chance bekomme, mich mit den aktuellen Weltmeistern zu messen und mich dort tagtäglich zu verbessern. Zudem kann ich nun mein Hobby mit einem längeren Auslandsaufenthalt kombinieren. Ich freue mich sehr darauf, in Schweden eine neue Sprache und alles Drumherum kennen zu lernen.
Was bleibt von Ihrer Zeit beim HC Rychenberg?
Mir bleiben natürlich sehr viele schöne Erinnerungen. Hier wurde ich zwei Mal Schweizer Meister (2008 bei den U18- und 2009 bei den U21-Junioren) und mir wurde immer sehr viel Vertrauen geschenkt, gerade auch als junger Torhüter in der Nationalliga A. Nebst den sportlichen Erfolgen entwickelten sich in Winterthur über die Jahre auch viele gute Freundschaften.
Warum kam der Transfer jetzt zu Stande?
Es ist für mich jetzt der perfekte Zeitpunkt für einen Wechsel ins Ausland. Einerseits ist nächstes Jahr kein WM-Jahr und andererseits läuft mein Vertrag mit dem HC Rychenberg aus. So habe ich den unterzeichneten Vertrag beim HCR vollends erfüllt. Zudem passt die Konstellation im privaten Leben ebenfalls wunderbar.
Warum gerade Växjö?
Ich hatte noch andere Angebote, doch bei Växjö hatte ich das Gefühl, dass sie mich unbedingt wollten und sie sich sehr gut um mich kümmern werden. Nicht, dass andere Klubs nicht das Gleiche getan haben, aber ich hatte bereits von Anfang an ein sehr gutes Bauchgefühl. Darüber hinaus verfügt Växjö über eine der besten Infrastrukturen, die ich im Unihockey jemals gesehen habe, und arbeitet sehr hart und professionell.
Wie lange dauert Ihr Kontrakt?
Mein Vertrag ist auf ein Jahr befristet.
Wie vollzog sich die Kontaktaufnahme?
Die Kontaktaufnahme kam nach dem gewohnten Muster zustande. Ich erhielt einen Anruf von Växjös Sportchef und schon bald merkten wir, dass ein Engagement für beide Parteien interessant sein könnte. Es folgten weitere E-Mails und Anrufe und am Ende ein persönliches Treffen, bei dem wir alle offenen Fragen klärten.
Was wissen Sie über Ihren neuen Klub?
Ich war für zwei Tage vor Ort und da wurde mir natürlich viel über den Klub erzählt. Ich lernte dabei auch Captain Eric Roos kennen und mir wurde die Stadt Växjö und die Infrastruktur gezeigt. Die Sportanlage kannte ich freilich schon, da ich im letzten November anlässlich der Euro Floorball Tour (EFT) mit der Nationalmannschaft schon einmal dort gespielt hatte und erleben durfte, wie es sich anfühlt, dort aufzulaufen.
Aufsteiger haben es nicht nur, aber auch in Schweden schwer. Was erwarten Sie von der nächsten Saison?
Wir wissen, dass wir hart arbeiten müssen und dass nicht erst beim Gewinn der Meisterschaft von einer erfolgreichen Saison gesprochen werden kann. Ich erwarte eine intensive und spannende Saison, zumal gerade in Schweden jeder jeden schlagen kann.
Wie und wo bereiten Sie sich auf Ihr Engagement in Schweden vor?
Auf die kommende Saison werde ich mich wie immer vorbereiten, das heisst mit vielen zusätzlichen Trainings. Ich muss mich jedoch erst noch mit dem HC Rychenberg besprechen, ob ich mich im Sommertraining anschliessen kann, besonders bei den Halleneinheiten. Darum kann ich mich jetzt kümmern, nachdem ich aus Tampere zurückgekehrt bin. Ab dem 1. August werde ich in Schweden erwartet.