Mit Trainer Marco Ferro (von Bern Capitals) und Verteidiger Niklas Hovivuori (von Kloten-Bülach Jets) möchte B-Ligist Floorball Thurgau einen Schritt nach vorne machen.
21 Tage brauchte Marco Ferro bis er das Angebot als Cheftrainer von Floorball Thurgau annahm. Sportchef Emanuel „Figi“ Müller hatte dem langjährigen Trainer der Bern Capitals die „Wohlfühloase“ in der Ostschweiz schmackhaft gemacht. Überzeugt haben Ferro neben dem Umfeld und der Begeisterungsfähgkeit des Thurgauer Publikums auch das Potential der Mannschaft: „Die Spieler sind in einer gute physischen Verfassung, ich möchte sie nun auch spielerisch weiterbringen. “ Dafür nimmt er nun dreimal wöchentlich die Bahnreise Bern – Weinfelden in Kauf. Die Stagnation der Thurgauer seit dem Aufstieg vor einem Jahr war auch Sportchef Müller ein Dorn im Auge. Mit der Lösung Spielertrainer wie in der vergangenen Saison war er nicht zufrieden: „Es lief nicht so gut wie erhofft.“
Einige neue Gesichter stehen im Thurgauer Kader. Von den Kloten-Bülach Jets kam Niklas Hovivuori, von den Rychenberger Elite Junioren Raphael Mahler, Manuel Oeggerli, Roger Moschen und Adrian Widmer, von Frauenfeld Daniel Ackerknecht und aus dem eigenen Nachwuchs stiegen Remo Fuchs und Ivo Lieberherr auf. Geplant hatten die Thurgauer Verantwortlichen eigentlich ohne ausländische Verstärkung, nachdem aber einige Verteidiger längere Zeit verletzt ausfallen werden, wurde der Transfer des Finnen Hovivuori eingeleitet. Trainer Ferro erhofft sich einiges von ihm: „Er hat eine sehr gute Einstellung und gibt in jedem Training vollen Einsatz. Ich erwarte, dass er vor allem in der Defensive eine Führungsrolle übernimmt.“ Hovivouri selbst, hofft nach der „schrecklichen letzten Saison“ wieder mit mehr Freude spielen zu können.
Floorball Thurgau steht auf gesunden finanziellen Füssen, wie Präsident Gregor Wegmüller erläutert: „Wir haben in der letzten Saison ein gutes Ergebnis erwirtschaftet und sind schuldenfrei. Das Budget beträgt Fr. 250'000.00.“ Erfreut ist er über die Entwicklung bei den Herren, auch wenn die Playout-Spiele gegen Sarnen einige Nerven gekostet haben. „Der Enthusiasmus der Fans während diesen Spielen war aber das schönste Erlebnis.“ Eine engere Zusammenarbeit mit NLA-Verein Rychenberg Winterthur wollten die Thurgauer aber nicht eingehen. Eine entsprechende Anfrage wurde abgelehnt. Sportchef Müller: „Wir waren nicht so angetan vom Farmteam-Gedanken. Momentan ist das Ganze zu Personen abhängig.“