01.
09.
2017
NLA Männer | Autor: Güngerich Etienne

Personalsorgen und zwei Rückkehrerinnen

In der Zürcher Saalsporthalle geht es zwei Wochen vor dem offiziellen Saisonstart darum, den ersten Titel zu holen. Die Meister Wiler-Ersigen und Dietlikon spielen gegen GC Unihockey bzw. Piranha Chur.

Personalsorgen und zwei Rückkehrerinnen Wen wird Luan Misini auf der linken Seite bringen? (Bild: Erwin Keller)

Schon oft wurde über die Bedeutung des Supercups diskutiert. Nicht mehr als ein normales Vorbereitungsspiel sei der Anlass, behaupten die Einen - «Titel ist Titel» die Anderen. Für die Mannschaften geht es aber ohne Zweifel darum, ein erstes Ausrufezeichen zu setzen und das Selbstvertrauen für den Saisonstart zu erhöhen.

Das Problem auf der linken Seite
Bei den Männern stehen sowohl der SV Wiler-Ersigen als auch der Grasshopper Club Zürich zum zweiten Mal im Supercup. Wiler bezwang vor zwei Jahren (damals noch im Zürcher Hallenstadion) den UHC Alligator Malans mit 6:2. GC verlor im letzten Jahr gegen Cupsieger Floorball Köniz mit 8:9 nach Verlängerung.

Die Hoppers haben von ihren bisherigen sechs Testspielen nur dasjenige gegen Alligator Malans am Champy Cup verloren. Das Kader von Luan Misini wurde auf die neue Saison mit Beni Reusser, Nico Scalvinoni und Claudio Lealy verstärkt. Doch ausgerechnet zwei der drei neuen Nationalspieler fallen nun für längere Zeit aus. Scalvinoni musste sich einer Rücken-OP unterziehen und wird mehrere Monate fehlen, derweil sich Laely am Champy Cup einen Mittelfussbruch zuzog.

Dies stellt Misini vor erhebliche Probleme, steht ihm im Sturm mit Cyrill Pedolin nur noch ein Rechtsausläger zur Verfügung. Nico Berlinger bietet sich als einzige Alternative von den Verteidigern an. So wird GC wohl oder übel mit je zwei Linksauslegern auf den Flügelpositionen agieren müssen. Sportchef Beat Bruderer will die Situation aber nicht dramatisieren: «Der Kader ist quantitativ und qualitativ genügend gut besetzt. Laely sollte bei gutem Heilungsverlauf in sechs Wochen wieder zurück sein.» Deshalb wird er auch nicht versuchen, einen Ersatz zu verpflichten. "Zu diesem Zeitpunkt wäre dies sowieso sehr schwierig", ergänzt Bruderer.

Das happige Programm
Wesentlich mehr Spiele als die Zürcher hat bis jetzt der SV Wiler-Ersigen bestritten. Zudem reiste der Meister auch zwei Mal ins Ausland. Zuerst nach Prag an die Czech Open und dann nach Växjö an den Sibylla Cup. Auch wenn die Leistungsträger Matthias Hofbauer, Nicola Bischofberger und Patrick Mendelin nicht nach Schweden reisten und das Teilnehmerfeld durchaus stark besetzt war, verlief das Turnier in Växjö mit Niederlagen gegen den Gastgeber (0:6) und Höllviken (3:6) eher enttäuschend. Immerhin gab's zum Schluss mit dem Sieg über AIK (5:8) ein versöhnliches Ende.

Das abwesende Trio wird in der Zürcher Saalsporthalle wohl wieder dabei sein. Das Programm bleibt für den SVWE bis Mitte Oktober aber weiter happig. Zum Saisonstart wartet Köniz, dann folgen die Spiele gegen Malans und die Tigers, ehe es ins finnische Sejnäjoki geht, um dort den Champions Cup zu bestreiten.

Dritte Auflage
Bei den Frauen kommt es im Supercup bereits zum dritten Mal zum Aufeinandertreffen zwischen Piranha Chur und dem UHC Dietlikon. 2015 und 2016 ging der Titel jeweils nach einem 4:3 (vor zwei Jahren nach Penaltyschiessen) an die Zürcherinnen. Nach einer titellosen Saison werden die Piranhas alles daran setzen, um ihrem Erzrivalen den ersten Triumph in dieser Spielzeit zu verwehren.

Gespannt wird man vor allem auf zwei Rückkehrerinnen sein: Michelle Wiki und Corin Rüttimann. Während Wiki schon beim Supercupsieg 2015 dabei war, wird Rüttimann erstmals an diesem Anlass teilnehmen. Nach drei Jahren bei Endre und einer Saison in Umea ist die Stürmerin wieder nach Chur zurückgekehrt - als frischgebackene schwedische Meisterin! Bei IKSU gehörte Rüttimann zu den besten Skorerinnen und Schlüsselspielerinnen.

Wiki gewann zuletzt im Spätwinter 2016 einen Titel mit Dietlikon, als der Cupfinal gegen Red Ants Winterthur im Penaltyschiessen gewonnen werden konnte. In Schweden blieb ihr ein solches Erfolgserlebnis verwehrt. Mit KAIS Mora scheiterte sie in der abgelaufenen Saison im Final an Rüttimanns IKSU...

Programm am Samstag, 2. September:

15.30 Uhr: UHC Dietlikon vs. piranha chur
19.00 Uhr: SV Wiler-Ersigen vs. GC Zürich

Beide Spiele werden auf www.swissunihockey.tv live übertragen.

 

 

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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