02.
2021
Püntener: "Wir haben daraus gelernt"
Der zweite Heimsieg gegen Köniz innert weniger Wochen war für den HCR auch der erste Sieg in der Master Round. Noah Püntener blickt im Interview einerseits auf die Steigerung seines Teams im Verlauf der Saison zurück, aber natürlich auch auf die Playoffs voraus.
Nach einem misslungenen Saisonstart (drei Niederlagen zum Start) hat sich der HC Rychenberg in der Tabelle nach vorne gearbeitet. Am letzten Samstag feierten die Eulachstädter den bereits zweiten Saisonsieg gegen Köniz. Wir sprachen mit dem HCR-Flügel und ehemaligen Wiler-Junior Noah Püntener über dieses Spiele und die anstehenden Playoffs.
Das war das zweite Heimspiel gegen Köniz innert weniger Wochen, sind dir einige Parallelen zwischen diesen Partien aufgefallen?
Noah Püntener: Wir hatten in beiden Matches ein ziemlich gutes „Feuer" in der Mannschaft. Es waren wie immer sehr enge Partien gegen Köniz, aber ich würde sagen, dieser Gegner liegt uns. Zudem hatten wir von letzter Saison noch eine Rechnung offen. So hat es jetzt zweimal mit einer sehr soliden Teamleistung zum Sieg gereichet.
Und vom Spielverlauf? Rychenberg ging jeweils in Führung, Köniz glich wieder aus und am Ende gelang euch doch noch der Sieg. Zufall?
Das ist ein Punkt, woran wir noch arbeiten müssen. Das war nicht nur gegen Köniz so, sondern auch in anderen Partien. Aber es ist effektiv so: In beiden Spielen kam Köniz wieder zurück ins Spiel, und wir haben es geschafft, danach weitere Tore zu erzielen, was umso schöner ist. Das gelang letzte Saison weniger, in dem Bereich haben wir einen grossen Sprung gemacht.
Blicken wir etwas voraus - wir sitzen hier in eurer Arena, die zugleich auch das „Production Center" des Verbands und des SRF sein wird. Wie ist die Gefühlslage drei Wochen vor den Playoffs, noch dazu mit dem ganzen Drumherum jetzt?
Wir waren sicher erstmal froh, die Playoff-Qualifikation frühzeitig mit dem Erreichen der Master Round geschafft zu haben. Jetzt möchten wir aber auch um das Heimrecht mitspielen, solange das möglich ist, und ein gutes Gefühl für die Playoffs holen. Das war bisher sicher der Fall, gegen Wiler war es nicht allzu schlecht und gegen Zug müssten wir eigentlich gewinnen. Ich bin sehr optimistisch. Jetzt geht es auch noch darum, dass jeder individuell gut arbeitet und als Team noch einmal wachsen können.
Sind für dich persönlich die Spiele gegen Köniz eigentlich immer noch etwas besonderes? Du warst ja so lange im Nachwuchs von Wiler. Was ist heute spezieller, ein Derby gegen GC oder das Duell mit Köniz?
Köniz war natürlich immer der Derby-Rivale, aber seit ich beim HCR spiele, ist das Derby schon jenes gegen GC.
Was zeichnet den HCR in dieser Saison aus? Nehmen wir wieder den Vergleich mit Köniz. Sie haben „Mänu/Mänu" (Engel und Maurer) und drei Ausländer - bei euch standen ausschliesslich Schweizer im Einsatz und „Moritz/Moritz" (Schaub und Krebs) trafen öfter.
Wir konnten uns nach den drei Niederlagen zum Saisonstart extrem steigern. Auch letzte Saison hatten wir ja leider zu Beginn einige Spiele verloren. Wir wussten wie das ist, haben daraus gelernt. Dann kamen die Siege auch wieder. Ausserdem konnten wir in der Corona-Zeit sehr intensiv trainieren, auch individuell. Philipp Krebs hat da wirklich einen grossartigen Trainingsplan zusammengestellt. Andere Teams haben weniger trainiert, wir waren immer auf einem hohen Level. Dann ging wie gesagt Jami (Manninen) weg und wir holten keinen neuen Ausländer, somit mussten auch die jungen Spieler mehr Verantwotung übernehmen. Was sicher auch eine Stärke ist: Es hängt nicht alles von einem einzelnen Spieler ab, jede Linie kann bei uns ein Spiel entscheiden.
Du sprichst die Corona-Situation an, das Virus prägt den Unihockey-Alltag seit fast einem Jahr. Wie habt ihr diese Zeit als Team erlebt?
Ich finde es vor allem mega cool, dass wir überhaupt noch trainieren dürfen. Die U18- und U21-Junioren tun mir extrem leid. Wir haben das Privileg, als Profisportler jeden Tag trainieren zu dürfen und das pusht einen extrem.
Und sonst kann man ja noch viele Podcasts hören? Bist du immer auf dem aktuellen Stand, was Herr Krebs so zu erzählen hat?
Ja (lacht), das macht wirklich auch Spass. Ich höre gerne „Krebs und Krona", aber auch „Starting Six". Das ist sicher etwas sehr cooles, dass diese neuen Formate entstanden sind in den letzten Monaten!