04.
2020
Postalische Ehre für Matthias Hofbauer
Matthias Hofbauer sorgte in 23 Jahren Unihockey für unzählige Rekordmarken. Nun wird er selber eine Marke - eine Briefmarke. Nach Roger Federer wird diese Ehre erst zum zweiten Mal einem noch lebenden Schweizer Sportler zuteil. Die A-Post-Marke ist ab heute erhältlich.
Die Sammlung an Fussball-Sujets, die weltweit auf Briefmarken gedruckt wurden, ist gewaltig. Eine Auswahl davon ist im FIFA-Museum in Zürich zu sehen (siehe Bild oben). Immer mehr schaffen es aber auch Aushängeschilder anderer Sportarten auf Briefmarken. Heute ist es für Matthias Hofbauer soweit - der Bätterkinder, der seine lange Karriere aufgrund der abgebrochenen Saison still und leise beendet hat, ziert ab heute eine A-Post-Marke, die an (fast) allen Poststellen des Landes erhältlich ist.
Zuschlag für guten Zweck
Das genaue Sujet - wir vermuten, dass es das Siegerbild mit dem Europacup-Pokal von 2005 ist - war bisher nicht Erfahrung zu bringen. Auf eine grosse PR-Aktion wie bei der Enthüllung der Federer-Marke verzichtete die Post, nicht nur aufgrund des aktuellen Veranstaltungsverbots. „Lassen wir die Kirche im Dorf, Unihockey ist noch lange nicht Tennis", liess die Post ausrichten.
Die A-Post-Marke wird für 1.10 Franken erhältlich sein. Die zehn Rappen Zuschlag - einen Rappen für jeden Meistertitel Hofbauers mit Wiler - werden dem „Solidaritätsfonds" von swiss unihockey zugeführt, mit dem vom Saisonabbruch besonders stark betroffene Vereine unterstützt werden sollen. Zug United und die Floorball Riders, die das Ausländer-Agreement letzte Saison nicht unterschrieben, sind als Strafe von Bezügen aus diesem Fonds ausgeschlossen worden.
Es bleibt etwas haften
Der Geehrte selber zeigt sich glücklich. „Ich komme ja noch aus einer Generation, die ohne Instagram aufwuchs und bis heute Briefmarken verwendet", lässt sich Matthias Hofbauer zitieren, „und es ist schön, dass nach einer derart langen Karriere am Ende etwas haften bleibt." Der bald 38-Jährige bestritt 197 Länderspiele für die Schweiz und erzielte an zehn Weltmeisterschaften sagenhafte 97 Skorerpunkte. Rekorde für die Ewigkeit, die im Druck einer Briefmarke eine verdiente Würdigung gefunden haben.
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2005 holte Matthias Hofbauer mit Wiler das Triple - Meistertitel, Cupsieg und Europacupsieg. (Bild: Daniel Zannantonio)
Spassvogel 81.6.59.169
01. 04. 2020